Tina Turner in Hamburg : Weltstar präsentierte im Mojo-Club Hauptdarstellerin ihres Musicals

Tina Turner höchstpersönlich stellte in Hamburg die neue Hauptdarstellerin von 'Tina – Das Tina Turner Musical' vor. Kristina Love wir ihre Rolle auf der Bühne ab März 2019 in der Neuen Flora übernehmen. Foto: Morris Mac Matzen
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Tina Turner höchstpersönlich stellte in Hamburg die neue Hauptdarstellerin von "Tina – Das Tina Turner Musical" vor. Kristina Love wir ihre Rolle auf der Bühne ab März 2019 in der Neuen Flora übernehmen. Foto: Morris Mac Matzen

Nach fast zehn Jahren kehrte Tina Turner nach Hamburg zurück. Im Mojo-Club präsentierte die Rock-Queen ("Simply the best"), die im kommenden Jahr 80 Jahre alt wird, die Hauptdarstellerin von "Tina - das Tina Turner Musical". Die Geschichte ihres Lebens feiert am 3. März 2019 auf der Reeperbahn Premiere.

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24. Oktober 2018, 19:25 Uhr

Ein herzlicher Applaus der knapp 200 geladenen Gäste empfing Tina Turner, als sie tief unter der Reeperbahn - im legendären Mojo-Club - die Bühne betrat. Nichts, aber auch gar nichts, hat die US-Sängerin, die seit 2013 in der Schweiz lebt und auch die dortige Staatsbürgerschaft angenommen hat, von ihrer Präsenz, ihrer Dynamic verloren. Große Spannung, wer sie wohl 1:1 darstellen könnte. "Es war ein schwerer Weg, die EINE zu finden", gab auch Tina zu, "aber wir haben sie gefunden!" Dann holte die einstige Rockröhre ihre Hauptdarstellerin zu sich an die Mikrofone und erteilte der jungen Sängerin ihren Segen: "Ich bin sehr stolz, Euch hier Tina Nummer zwei... ach nein, nach London ja schon Tina Nummer drei vorzustellen - Kristina Love!"

Die 29-jährige gebürtige Amerikanerin lebt schon seit vielen Jahren in Deutschland. Direkt nach ihrem Studium in Oklahoma wurde sie für die deutsche Musical-Produktion von "Dirty Dancing" verpflichtet, es folgten Engagements bei "Rocky", "Sister Act", "Aladdin" und auch dem "Glöckner von Notre Dame". Kristina Love kann sich noch sehr gut an das erste Treffen in Zürich erinnern. "Als unglaublich bodenständig und königlich zugleich" habe sie Tina Turner erlebt. Und sie betont: "Tina Turner kann und möchte ich nicht sein. Aber ich kann als Kristina Love versuchen, ihre Geschichte ehrlich zu erzählen." Dass sie das zumindest schon einmal musikalisch draufhat, unterstrich sie bereits in einem kurzen Medley der größten Turner-Hits. Sichtlich angetan wippte dabei auch die Altmeisterin im Takt mit.

Zuvor hatte Stephan Jaeckel, Unternehmenssprecher und Moderator des Abends, auch Regisseurin Phyllida Lloyd („Mamma Mia“ als Musical und als Film, "Die eiserne Lady" mit Meryl Streep), die Produzentin Tali Palman sowie die Stage-Geschäftsführerin Uschi Neuss interviewt. Neuss findet, es ist genau der "richtige Moment, dieses Musical als Stage-Eigenproduktion - und wo sonst als in Hamburg - zu machen". Tina Turner habe überall Fans - aber Deutschland sei die größte Fanbase. "Wir haben schon lange darüber geredet, bevor das Stück in Englisch geschrieben wurde. Aber nach dem 'tray out' in London ist es umso schöner, das Stück nun hier präsentieren zu können." Nach dem sensationellen Erfolg auf der Insel mit jeder Menge ausverkauften Auftritten läge dabei die Latte jedoch enorm hoch.

Vor der Präsentation nutzte Tina Turner, die den Entstehungsprozess sehr genau und dicht bei den Machern verfolgt, den Tag, sich gemeinsam mit ihrem Mann Hamburg einmal genauer und vor allem in Ruhe anzuschauen. "Damals (2009 bei ihrer Abschiedstournee - d.R.), da waren wir im Kempinski untergebracht", erinnerte sie sich, und sie habe von der Stadt kaum etwas mitbekommen. "Es ging vom Hotel mit dem Auto direkt zum Backstage, von dort auf die Bühne, wieder runter in den Backstage-Bereich und ab zurück ins Hotel." Diesmal habe sie viel gesehen, vor allem bei einer Hafenrundfahrt auch "den Hafen und die riesigen Schiffe - ich habe mich schon ziemlich erschrocken!".

Das Musical erzählt vom Leben der amerikanischen Sängerin von der Zeit als junges Mädchen in Nutbush im US-Bundesstaat Tennessee über ihren Lebensabschnitt mit dem Soulmusiker und späteren Ehemann Ike Turner mit Misshandlungen, Erniedrigungen und anderen Tragödien bis hin zu ihrem weltweiten Erfolg als Pop-Solokünstlerin seit den 80er-Jahren. Ganz nach dem Motto: "Träume den unmöglichen Traum!"

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