Welfenschatz kann in Berlin bleiben

svz.de von
20. März 2014, 10:33 Uhr

Der Welfenschatz, eine der Hauptattraktionen der Berliner Museen, braucht nicht an die Erben jüdischer Kunsthändler zurückgegeben werden. Das empfahl die sogenannte Limbach-Kommission gestern nach jahrelangem Tauziehen um die wertvollen Goldreliquien.

Vier Kunsthändler hatten die Goldschmiedearbeiten aus dem 11. bis 15. Jahrhundert 1935 dem preußischen Staat verkauft. Es habe sich nicht um einen „verfolgungsbedingten Zwangsverkauf“ gehandelt, befand die Kommission unter Vorsitz der früheren Verfassungsgerichtspräsidentin Jutta Limbach.

Das Gremium folgte damit der Linie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zu deren Bestand der Welfenschatz seit Jahrzehnten gehört. Auch die Stiftung sah keinen Fall von NS-Raubgut.

Die Empfehlungen der Limbach-Kommission haben keine rechtlich bindende Wirkung. Allerdings hatten sich beide Seiten auf die Anrufung des wichtigen Gremiums verständigt.

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