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Bühne frei in Wittenberg : Was die Weltausstellung Reformation zu bieten hat

vom
Aus der Onlineredaktion

Seit Anfang Mai verändert sich Wittenberg mit jedem Tag.

Wo eben noch Bagger gegraben haben, liegt plötzlich frisch ausgerollter Rasen. Aus Holz und Stahl und Lehm wachsen in den ehemaligen Wallanlagen Pavillons und Bühnen. Für mehr als 100 Veranstaltungen pro Woche sollen sie vom 20. Mai bis 10. September Platz bieten: Andachten und Podiumsdiskussionen, Workshops, Klassik- und Popkonzerte. Mit dem Start der Weltausstellung anlässlich des 500. Reformationsjubiläums am Sonnabend wird die Wittenberger Altstadt von sieben Themengebieten umgeben sein, den „Toren der Freiheit“.

Wer am Hauptbahnhof mit dem Rundgang um die Lutherstadt herum beginnt, kann zunächst den „Perspektivwechsel“ wagen. Im Mantel einer bedruckten Plane sieht der Aussichtsturm aus wie die im vergangenen Jahr erschienene Neuauflage der Lutherbibel. Das Plateau in 25 Metern Höhe bietet sowohl einen Überblick über die Altstadt mit ihren vielen Kirchtürmen als auch auf den grünen Gürtel der Wallanlagen. Auch der Platz für den Truck des Europäischen Stationenweges, der am Sonnabendvormittag offiziell begrüßt wird, ist im Willkommensbereich vorgesehen. Er zeigt Reformationsgeschichten, die er aus verschiedenen Ländern mit nach Wittenberg bringt. Daneben schicken alle Stationen der vergangenen Monate Städtebanner nach Sachsen-Anhalt. Von ihnen wird der Fußweg vom Bahnhof in die Innenstadt flankiert.

Zu den Themen Spiritualität, Jugend, Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung, Globalisierung, Kultur sowie Ökumene und Religion haben Institutionen aus Politik und Gesellschaft verschiedene Orte zum Innehalten, Lernen und zum Austausch geschaffen, zum Beispiel das „House of One“ als interreligiöses Begegnungszentrum und die Stege am Bunkerberg neben dem Lutherhaus zur Selbsterfahrung und Meditation.

Dienstags ist Ruhetag auf der Weltausstellung, was aber keine Langeweile bedeuten muss. Vier Besuchermagnete der Lutherstadt sollen durchgehend geöffnet sein: Das Riesenrad „Zwischen Himmel und Erde“ in den südlichen Wallanlagen dreht sich für Aussicht- und Gesprächsuchende gleichermaßen, denn auf Wunsch steigt ein Seelsorger mit in die Gondel. Yadegar Asisis Panorama „Luther 1517“ lädt zu einem Rundgang ein. Auch die beiden Ausstellungen am Ost- und am Westende der Altstadt haben Dauerbetrieb.

Da sind das Lutherhaus mit der Nationalen Sonderausstellung „Luther! 95 Schätze – 95 Menschen“ sowie der Mitmachausstellung „Der Mönch war's!“, die nicht nur Kindern einen spielerischen Zugang zum 31. Oktober 1517 ermöglicht – dem Tag, an dem Luther der Überlieferung nach seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelte. Als „das vielfältigste Event zum 500. Reformationsjubiläum und eine der größten Veranstaltungen im Jahr 2017“ haben die Organisatoren des Reformationssommers ihre Schau unter freiem Himmel angekündigt.

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