Gegen den Strom : Thriller aus Australien: «Die Ratten von Perth»

Der Superintendent Frank Swann ist hart im Nehmen. Bei den Ermittlungen des Mordes an einer Bordellchefin verdächtigt er Polizisten, erhält Drohungen und sorgt sich um seine Tochter, die verschwunden ist. Swann wird zum einsemen Kämpfer.

svz.de von
05. Januar 2018, 16:53 Uhr

Im australischen Perth herrscht 1975 ein enges Geflecht zwischen Polizei und organisiertem Verbrechen. Der sogenannte Purple Circle, ein Bund hochrangiger Beamter, steckt mit den großen Bossen unter einer Decke. Dabei stören integere Polizisten wie Superintendent Frank Swann nur.

Bei der öffentlichen Untersuchung zum Mord an einer Bordellchefin vertritt er die Meinung, sie sei von Polizisten regelrecht hingerichtet worden. Was Wunder, dass er zum Paria wird und Drohungen erhält.

Zu allem Überfluss verschwindet auch noch seine Tochter. Frank Swann nimmt jedoch den Kampf auf.

David Whish-Wilson greift in seinem Thriller «Die Ratten von Perth» einen historischen, nie geklärten Kriminalfall auf. In einer nüchtern-kühlen und klaren Sprache schildert er im Stile der Hardboiled-Krimis eine korrumpierte Gesellschaft, in der Macht und Geld eine unheilvolle Allianz eingehen.

Demgegenüber steht der einsame Kämpfer für das Gute, der zwar selbst auch keine weiße Weste hat, aber für sich den Weg des aufrechten Ganges gewählt hat.

- David Whish-Wilson: Die Ratten von Perth, Suhrkamp Verlag, Berlin, 297 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-518-46805-0

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