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Kultur

20. Oktober 2017 | 18:20 Uhr

Krimi : Tatort Spreewald

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Sprengstoffanschlag erschüttert das Idyll – TV-Kommissar Krüger ermittelt wieder

Es ist neblig, ungemütlich, fast ein bisschen unheimlich. Gutes Wetter für den „Spreewaldkrimi“. Kommissar Thorsten Krüger steht auf einer kleinen Wiese am Fluss. Äste liegen herum, das Gebiet wirkt wild und verlassen. Gerade gab es eine Verfolgungsjagd, die Schlussszene der neunten Episode der ZDF-Reihe. Schauspieler Christian Redl (67) ist umringt von Mikrofonen und dem Drehteam. Das Set wird gerade im Spreewald abgebaut, alles ist im Kasten.

Unter dem Arbeitstitel „Das Duell im Moor“ geht es um einen aus Afghanistan heimgekehrten Bundeswehrsoldaten, der sich zurückzieht. Kurz darauf gibt es im Biosphärenreservat einen Sprengstoffanschlag, bei dem seine Ex-Freundin stirbt. Der Verdacht fällt auf den Soldaten Timo.

Kommissar Krüger ist ein Eigenbrötler, der in einem Wohnwagen im Spreewald lebt. Er ist unnahbar, manchmal ruppig. An seiner Seite steht Polizist Fichte, gespielt von Thorsten Merten. Zum Abschluss der Dreharbeiten sagte der 51-Jährige über die Folge: „Obwohl sich die Schauspieler immer näher kommen, müssen wir aufpassen, dass wir uns als Figuren fremd bleiben.“ Der Unterschied zwischen den Figuren gibt dem Krimi Pfiff. Fichte kommt aus der Region, der Kommissar ist zugezogen.

Merten beschreibt Krüger im Vergleich zu seiner Rolle so: „Er hat einen größeren Blick in die Seele und ist von seiner Biografie wesentlich wunder.“ Mit seiner Rolle sei er sehr zufrieden, wünscht sich keine Veränderung. „Mörder sind immer spannender zu spielen, aber ich liebe den Fichte so sehr.“

Der Spreewaldkrimi steht für ruhigen, tiefen und melancholischen Krimi. Schauspieler Merten sagt: „Es ist kein Action-Krimi.“ Größte Zutaten seien die Drehbücher, Schauspieler Redl und die Landschaft. 2016 soll der Film im ZDF zu sehen sein.

Davor gibt es im Herbst die achte Episode mit dem Titel „Die Sturmnacht“. Laut ZDF wird der Film am 23. November ausgestrahlt. In der Folge geht es um eine Studentengruppe, die im Spreewald einen Dokumentarfilm drehen will und spurlos verschwindet. Es kommt auch die sorbische Sage vom Nix, einem Wassermann, vor.

Die siebte Folge, „Die Tote im Weiher“, wollten 4,47 Millionen Zuschauer sehen. Das war der bislang niedrigste Wert für die Reihe.

Schauspieler Merten kennt den Spreewald durch die Drehs gut, wie er erzählt. Dieses Mal wurde unter anderem nahe dem Kurort Burg bei Cottbus gedreht. Merten ist auch ein Fan des Spreewaldklassikers – der Einlegegurke. „Ab und zu mache ich den Kofferraum voll“, sagt der 51-Jährige. Vor allem Senfgurken hätten es ihm angetan. 

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