Goldene Palme : Spike Lee, Godard und Wenders beim Festival in Cannes

Regisseur Spike Lee stellt in Cannes seinen neuen Film «BlacKkKlansman» vor.
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Regisseur Spike Lee stellt in Cannes seinen neuen Film «BlacKkKlansman» vor.

Neben Stars wie Garrone, Lee und Godard tauchen dieses Jahr in Cannes viele neue Gesichter auf. Der Deutsche Ulrich Köhler hat es in die renommierte Nebenreihe «Un certain regard» geschafft.

svz.de von
12. April 2018, 15:24 Uhr

Beim 71. Filmfestival in Cannes konkurrieren im Mai Stars wie Matteo Garrone, Spike Lee und Jean-Luc Godard um die Goldene Palme. Daneben setzt das Festival verstärkt auf neue und unbekanntere Namen. Deutsche Namen tauchen nur außerhalb des Hauptwettbewerbs auf.

Zu den Publikumsmagneten gehört nach längerer Abwesenheit der amerikanische Regisseur Spike Lee, der «BlacKkKlansman» vorstellen wird, ein Drama um einen afroafrikanischen Polizisten. Der französische Altmeister Jean-Luc Godard ist mit «Le Livre d’image» dabei, der Italiener Garrone mit «Dogman» über einen schockierenden Mordfall in Italien.

Eröffnet wird das 71. Festival am 8. Mai mit «Everbody Knows» (Todos Lo Saben) des iranischen Regisseurs und Oscarpreisträgers Asghar Farhadi. Der Film mit Penelope Cruz und Javier Bardem läuft ebenfalls im Hauptwettbewerb. 

Man setze dieses Jahr auf eine neue Generation von Regisseuren, sagte der Leiter des Festivals Thierry Frémaux am Donnerstag in Paris. Zu ihnen gehöre die Italienerin Alice Rohrwacher mit «Lazzaro Felice». Die vom Medienboard Berlin-Brandenburg geförderte Produktion erzählt die Geschichte eines Mannes am Rande der Gesellschaft, der durch die Zeit reist.

Zum zweiten Mal im Hauptwettbewerb tritt der Japaner Hirokazu Koreeda an, der «Shoplifters» präsentiert. Erstmals im Rennen ist die Libanesin Nadine Labaki mit «Capharnaüm», einem Film über Beirut.

Deutsche Regisseure sind im Kampf um die Goldene Palme für den besten Film nicht vertreten. In der Reihe «Séances Spéciales» stellt Wim Wenders seinen Dokumentarfilm «Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes» über Papst Franziskus vor. In die renommierte Nebenreihe «Un certain regard» hat es der deutsche Filmemacher Ulrich Köhler mit «In my Room» geschafft.

In dem Film erzählt Köhler die Geschichte von Armin, einem Freiberufler, der mit seinem Leben nicht glücklich ist, sich aber kein anderes vorstellen kann. Der 48-jährige Köhler wurde 2011 auf der Berlinale für «Schlafkrankheit» mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet.

Außerhalb des Wettbewerbs wird «Solo: A Star Wars Story» gezeigt, der neue Teil der Kinoreihe «Star Wars». Vorsitzende der Wettbewerbs-Jury ist die australische Schauspielerin Cate Blanchett. Das Festival dauert bis zum 19. Mai.

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