zur Navigation springen

Nicolas Cage : „So soll es bleiben“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Actionheld und Ex-Schlossbesitzer: Nicolas Cage wird heute 50

Oscarpreisträger, Actionheld und Ex-Schlossbesitzer: Nicolas Cage hat schon viele Rollen gespielt – im Film wie im Leben. Heute feiert der Schauspieler 50. Geburtstag – und es ist etwas ruhiger um ihn geworden.

Die Tiefe seiner Arbeit sei ihm inzwischen am wichtigsten, sagte Cage jüngst in einem Interview des britischen „Guardian“. „Ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr schauspielern will. Es geht nicht darum, noch etwas draufzulegen, sondern zu reduzieren.“ Seine Paraderolle bleibt trotzdem der Actionheld. Gerade ist sein neuer Streifen „The Frozen Ground“ über einen Serienmörder in Alaska erschienen, als nächstes steht der Mafia-Streifen „Tokarev“ an.

Cage brach die Schule ab, um sich ganz seiner Karriere zu widmen, und bekam 1982 eine erste größere Rolle in dem Film „Ich glaub, ich steh im Wald“. Es folgte Film auf Film und Cage bewies, dass er sowohl in romantischen Komödien wie „2 Millionen Dollar Trinkgeld“ als auch in Actionfilmen wie „Airborne – Flügel aus Stahl“ bestehen kann. Als alkoholkranker Drehbuchautor, der sich zu Tode trinken will, brilliert Cage schließlich 1995 in „Leaving Las Vegas“, bekommt den Oscar und wird von Kritik und Zuschauern gleichermaßen gefeiert.

Der Durchbruch wird aber gleichzeitig auch zum Wendepunkt für Cage. Anstelle von Charakterrollen verlegt er sich auf kommerzielle Actionfilme wie „The Rock – Fels der Entscheidung“, „Con Air“ oder „Im Körper des Feindes“. Die Kritiker feiern ihn nicht mehr, aber an den Kinokassen läuft es blendend für Cage. Er verdient Millionen und erwirbt sich einen Ruf als exzentrischer, ausgeflippter Draufgänger. Das angesammelte Geld steckt Cage in Inseln und Schlösser auf der ganzen Welt – darunter auch eines in der Oberpfalz – sowie in teure Sammlercomics und schicke Autos. 2002 heiratet der erklärte Fan von Elvis Presley dessen Tochter Lisa Marie, nur um sich vier Monate später wieder scheiden zu lassen.

Das sei alles Vergangenheit, beteuert Cage heute. Auch weil Cage sich übernahm und plötzlich Geldsorgen hatte. Die meisten Schlösser und die Insel in den Bahamas sind verkauft, und mit seinen vielen Rollen bringt Cage wieder einiges an Gage ein.

Nein, er sei glücklich mit seiner Arbeit und mit seiner neuen privaten Rolle als Ehemann der früheren Kellnerin Alice Kim und Vater des gemeinsamen 2005 geborenen Sohnes. „Ich habe ein winziges Cottage in der Nähe von Glastonbury (...) und ein kleines Anwesen in Las Vegas. Meine Frau liebt es und wir haben gute Freunde dort. Und das ist es. Das ist mein einfaches Leben und so soll es bleiben.“


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen