Folkpop : Roddy Woomble: Schöne Schottland-Songbilder

Roddy Woomble geht seinen ganz eigenen Weg.  
Roddy Woomble geht seinen ganz eigenen Weg.  

Edle Songs, die die grandiose Weite Schottlands abbilden, gelingen Roddy Woomble auch auf seinem neuen Soloalbum: Folk, Pop und etwas Celtic-Soul fein abgeschmeckt.

svz.de von
11. September 2017, 18:00 Uhr

Man fragt sich beim Anhören von «The Deluder» des öfteren, warum Roddy Woomble nicht viel bekannter ist. Die noble Stimme des schottischen Singer-Songwriters, seine zeitlos-schönen Lieder bringen doch eigentlich alles mit.

Als Frontmann der 1995 gegründeten Indieband Idlewild schnupperte Woomble eine Zeitlang am größeren Ruhm, manche trauten dieser Formation sogar eine Karriere im Coldplay-Maßstab zu. Doch seit zehn Jahren konzentriert sich der Musiker aus Irvine bei Glasgow auf seine ganz eigene Version von schottisch angehauchtem, oft hymnischem Folkpop - irgendwo zwischen Waterboys, Trash Can Sinatras und Simple Minds.

Auf «The Deluder» (Modern Way/Indigo) zeigt der 40-Jährige in elf feinen Balladen und schwerelosen Midtempo-Songs abermals seine beachtliche Klasse als Komponist und Sänger. Besonders der Opener «Look Back Like Leaving», das jazzige «A Skull With A Teardrop» und das melancholisch-folkloristische «Remember To Breathe» sind bittersüße Meisterstücke. Und mit «First Love Is Never Returned» versucht sich Woomble noch etwas ungelenk am Celtic-Soul eines Van Morrison. 

Sein Solo-Debüt «My Secret Is My Silence» (2006) und zuletzt «The Impossible Song & Other Songs» (2011) waren noch etwas stärker durchwirkt von den traditionsreichen Klängen seiner Heimat, auch diese Lieder weckten stets herrliche Schottland-Bilder im Kopf. Mit den neuen Tracks sollte Woomble nun zumindest in Folkpop-Fachkreisen die verdiente Anerkennung einheimsen. Schönes Album!

Konzerte im November: 07.11. Hamburg, 08.11. Berlin, 09.11. Rees, Haldern

Website Roddy Woomble

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