Musical-Premiere Hamburg : Mary Poppins erobert den Norden

Supercalifragilisticexpialigetisch: Im magischen Bonbonladen buchstabieren Michael, Bert, Mrs. Corry, Mary Poppins und Jane (vorn v.l.n.r.) tanzend das verrückte Kunstwort.  Fotos: Stage Entertainment (2)
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Supercalifragilisticexpialigetisch: Im magischen Bonbonladen buchstabieren Michael, Bert, Mrs. Corry, Mary Poppins und Jane (vorn v.l.n.r.) tanzend das verrückte Kunstwort. Fotos: Stage Entertainment (2)

„Völlig ohne Fehler“ – das neueste Stage Musical feierte am Sonntag Premiere in Hamburg und überzeugt mit Top-Besetzung sowie Liebe zum Detail

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26. Februar 2018, 18:46 Uhr

Spätestens, als die singende Nanny erst über die Köpfe des gesamten Publikums hinweg und kurz darauf als Sternschnuppe am nächtlichen Bühnenhimmel verschwindet, sind auch die Allerletzten vollends begeistert. In einigen Augenwinkeln blinkte es sogar feucht... Mary Poppins ist da und hat auf Anhieb den Norden verzaubert!

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Das Stage-Musical nach dem berühmten Disney-Film aus den 60er- Jahren feierte am Sonntag vor 1600 Zuschauern seine Premiere in Hamburg. „Am liebsten würde ich eine Anzeige aufgeben“, jubelte etwa Jörg Pilawa nach der mitreißenden Show. „So eine Mary Poppins will ich auch zu Hause haben!“ Wie den Moderator zog es u. a. mit Schauspielerin Susan Sideropulos, Dragqueen Olivia Jones, Sängerin Mandy Capristo, Schauspielerin Bettina Zimmermann oder „Bachelor“ Sebastian Pannek viele Prominente ins Theater an der Elbe.

Mary Poppins ist die Geschichte der Familie Banks – genauer des strengen Vaters George, seiner Frau Winifred und den beiden ziemlich frechen Kindern Jane und Michael. Ein neues Kindermädchen wird gesucht, Eltern und Kinder aber haben verschiedene Vorstellungen davon, wie ihre nächste Erzieherin zu sein hat.

Als Mary Poppins – gespielt von der grandiosen und stets verschmitzt lächelnden Elisabeth Hübert, die auch schon in Stuttgart brillierte – mit dem Regenschirm im Wohnzimmer landet, wird schnell klar, dass sie allen viel beibringen muss: Wertschätzung, Nächstenliebe, Respekt... Vor allem aber, dass die Familie vor dem Job steht. Mit den Kindern geht die liebenswürdige, aber dennoch strenge Nanny, die mal eben Spiegel, Blumentöpfe oder gar einen Garderobenständer aus ihrer Tasche zaubert, oft in den Park. Begleitet werden sie von Bert, der mal Straßenmaler, Schornsteinfeger und Laternenanzünder ist. Dort erleben sie viele magische Momente, in denen Skulpturen zum Leben erwachen, aus nassem Londoner Grau ein phantasievolles, buntes Zauberleben wird.

Anders als im Film – es fehlen einige Details wie das Pferderennen und auch Winifred als Frauenrechtlerin wird nicht thematisiert – besuchen sie dafür einen magischen Bonbonladen, in dem auch Wörter und Buchstaben verkauft werden. „Supercalifragilisticexpialigetisch“ mochten viele Zuschauer am liebsten mitsingen, und als die Akteure diesen völlig verrückten Wortwust auch noch tanzend buchstabierten, gab es begeisterten Extra-Applaus. Später folgen mit „Chim Chim Cheree“, „Völlig ohne Fehler“ und „Mit ’nem Teelöffel Zucker“ weitere aus dem Film bekannte Ohrwürmer.

Neben Mary begeistert auch David Boyd als Bert, der beim Stepptanz die Bühne rundum – und damit auch akrobatisch über Kopf – betanzt. Beeindruckend ebenfalls, was die beiden Kinderdarsteller im temporeichen Ablauf der Geschichte leisten. Tanzeinlagen, tolle Effekte wie z.B. bei der explodierten Küche, der riesige Papageienkopf-Schirm und zum Leben erwecktes Spielzeug runden das Erlebnis ab. Auch das Drachensteigen im Park, das den Kindern so viel Spaß macht, den sächselnden (?!) Wachtmeister wieder zum Kind werden lässt und überhaupt eine wichtige Rolle spielt, ist eindrucksvoll umgesetzt worden. „Alles, was wir wollen, kann passieren“ – als sich Mary Poppins auf den Weg zur nächsten Familie macht und der Vorhang fällt, ist nicht nur Familie Banks ein wenig verändert...

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