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Starke Frau : «Malalai - die afghanische Jungfrau von Orléans»

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Bereits vor einem Jahr sollten afghanische Schauspieler in Weimar zusammen mit Künstlerkollegen aus Deutschland, Frankreich und Israel auftreten. Ihnen wurde die Einreise verwehrt. Jetzt wird das Stück über die afghanische Jeanne d'Arc uraufgeführt.

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erstellt am 25.Aug.2017 | 09:48 Uhr

Die Legende der Jungfrau von Orléans, die unter Einsatz ihres Lebens um die Freiheit ihres Volkes kämpft, ist weit über Frankreich hinaus bekannt. Auch in anderen Ländern kämpften Frauen unerschrocken an der Spitze von Armeen gegen Unterdrücker.

Das Kunstfest Weimar zeigt am Freitag (20.00 Uhr) als Uraufführung das Stück «Malalai - die afghanische Jungfrau von Orléans».

An dem länderübergreifenden Theaterprojekt sind neben deutschen, französischen und israelischen auch afghanische Schauspieler beteiligt. Der Gruppe Azdar war im Vorjahr die Einreise verwehrt worden, und auch vor diesem Kunstfest lag ein schwieriger Weg bis zur Erteilung der Visa.

Das Stück von Robert Schuster und Julie Paucker erinnert an eine Sanitäterin aus dem Unabhängigkeitskrieg von 1880 gegen die britische Kolonialmacht. Als die Afghanen die Schlacht schon fast verloren hatten, löste Malalai von Maiwand der Legende zufolge ihren Schleier, machte daraus eine Flagge und rannte auf den Feind zu. Die Soldaten kehrten daraufhin um und gewannen den Kampf. Das Projekt wird von der Kulturstiftung des Bundes und dem Goethe-Institut gefördert.

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