Neuerscheinungen : Krimi mit französischem Flair: «Winteraustern»

Alexander Oetkers neuer Krimi «Winteraustern» ist von einem profunden Frankreichkenner geschrieben worden, der nach eigener Aussage erst spät Geschmack an Austern gefunden hat.

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24. März 2020, 12:46 Uhr

Ein Weihnachtsfest ohne Austern ist in Frankreich kaum denkbar. Umso kostbarer ist die Ernte im November, an der sich gerne Austerndiebe bedienen. So auch in der Bucht von Arcachon, in der die Austernbänke von der Polizei bewacht werden.

Als Commissaire Luc Verlain mit seinem Vater eine Bootsfahrt unternimmt, finden sie im Watt zwei tote junge Männer an Holzpfosten gebunden. Handelt es sich hier um einen Racheakt von Austernzüchtern an vermeintlichen Dieben?

Für Luc gestalten sich die Nachforschungen schwierig, denn der Austernmarkt ist hart umkämpft und praktisch jeder, der daran verdient, könnte der Täter sein.

Die Handlung von «Winteraustern » ist wenig aufregend, aber die Liebe zu Land und Leuten schimmert auf jeder Seite durch. Kaum verwunderlich, dass daher die Schilderung des französischen Südwestens den besonderen Flair des Romans ausmacht.

Alexander Oetker: Winteraustern, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, 320 Seiten, 16 Euro, ISBN 978-3-455-00078-8

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