Hausarrest verlängert : Kirill Serebrennikow zweifelt Ermittlungen an

Der russische Regisseur Kirill Serebrennikow bleibt wieter in Hausarrest.
Der russische Regisseur Kirill Serebrennikow bleibt wieter in Hausarrest.

Der Leiter des renommierten Moskauer Gogol-Theaters war im Sommer 2017 festgenommen worden. Ihm wird Unterschlagung von Fördergeldern in Millionenhöhe vorgeworfen. Er bestreitet das.

svz.de von
11. September 2018, 16:05 Uhr

Der russische Starregisseur Kirill Serebrennikow hat vor Gericht die Ermittlungsarbeiten der Moskauer Behörden in Zweifel gezogen. «Sie hören einfach an unseren Argumenten und Beweisen vorbei», sagte der Theatermacher am Dienstag in Moskau.

«Die Ermittler tun einfach so, als ob es die Beweise nicht gibt.» Trotzdem werde der Hausarrest immer wieder verlängert, weil die Ermittler noch mehr Zeit für ihre Arbeit beantragten. Auch bei der Anhörung wurde der Arrest auf einen weiteren Monat ausgedehnt.

Der Leiter des renommierten Moskauer Gogol-Theaters war bei Dreharbeiten im vergangenen Sommer festgenommen worden und darf seitdem seine Wohnung nur mit Erlaubnis verlassen. Ihm wird Unterschlagung von Fördergeldern in der Höhe von 133 Millionen Rubel (rund 2 Millionen Euro) vorgeworfen. Der 49-Jährige bestreitet dies.

Mehrfach hatte er das Gericht gebeten, den Hausarrest aufzuheben. «Es ist offensichtlich, dass ich nirgendwohin weglaufen werde», sagte Serebrennikow. Er habe zum Beispiel mit Erlaubnis des Gerichts an der Trauerfeier für seine verstorbene Mutter teilnehmen können und sich nicht abgesetzt. «Jeder weiß, dass ich mich immer an die Vereinbarungen gehalten habe und immer zurückgekehrt bin.»

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