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Projekt der Last-Familie : «Happy Sound Tour 2018» mit Joja Wendt

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Mit seinem «Happy Sound» tourte James Last jahrzehntelang durch die Welt. Zwei Jahre nach dem Tod des Bandleaders bereitet seine Familie ein Projekt vor: die «Happy Sound Tour 2018».

svz.de von
erstellt am 25.Okt.2017 | 17:36 Uhr

Der «Happy Sound» von James Last soll in die Konzerthallen zurückkehren. Wie Ron Last, der Sohn des 2015 gestorbenen Bandleaders, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte, ist eine Tournee mit 15 Konzerten im Frühjahr nächsten Jahres geplant.

Zu den Initiatoren des Projekts gehören neben ihm auch seine Schwester Caterina sowie James Lasts Ehefrau Christine. «Wir, als die eine Familie meines Vaters, wollen seine anderen beiden Familien zusammenbringen: die Band und die Fans», erklärte der 58-Jährige. «Mein Vater hat Musik gemacht, damit die Menschen Spaß haben – und das ist auch unser Ziel.» Mit an Bord ist Pianist Joja Wendt (53).

Der Bandleader, Arrangeur und Komponist James Last, der im Alter von 86 Jahren in den USA starb, galt als Meister des Easy Listening und Erfinder des «Happy Sound». Mit Pop im Bigband-Format und mit seit seiner ersten Platte «Non Stop Dancing» (1965) mehr als 80 Millionen verkauften Tonträgern, 17 Platin-Schallplatten sowie 208 Goldenen wurde er zu einem der erfolgreichsten Musiker überhaupt. Mit seinem «Happy Party Sound» tourte er durch die Welt und empfahl sich als Gute-Laune-Botschafter «made in Germany». Der gebürtige Bremer und Wahl-Hamburger lebte später meist in Florida. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof Ohlsdorf in der Hansestadt.

«Ich wollte einmal ans Grab meines Vaters, weil ich Redebedarf hatte», erzählte Ron Last. «Aber es stand jemand anderes davor, also ging ich erst einmal für ein paar Minuten wieder weg.» Kurz danach sei ihm dieser Mann fröhlich ein Lied pfeifend entgegengekommen – «Es war genau das, was mein Vater gewollt hätte», sagte Last. «Der Wunsch meines Vaters war, dass wir sein Erbe achten und pflegen.» An der «Happy Sound Tour 2018» seien einige beteiligt, die wie er mehr als 40 Jahre mit James Last im Studio zusammengearbeitet hätten. Und natürlich das bekannte Orchester: «Mit vielen Musikern aus der Band habe ich schon gesprochen, es gibt keinen, der nicht dabei sein will.»

Von Ende April bis Mitte Mai nächsten Jahres sind die ersten Konzerte geplant, der Auftakt soll in der Hamburg Barclaycard Arena über die Bühne gehen, der Abschluss in Wien. Joja Wendt werde dabei die Rolle des Gastgebers übernehmen, berichtete der in Ahrensburg bei Hamburg lebende Last, der seit Jahrzehnten im Musikgeschäft sowie als Personal Coach tätig ist. «Wenn jemand ein solcher Frontmann wie mein Vater war, ist das natürlich nicht in genau dieser Form zu ersetzen. Aber mit Joja Wendt haben wir einen hervorragenden Gastgeber gewonnen», betonte er. «Noch dazu spricht er unsere drei primären Fansprachen Deutsch, Englisch und Holländisch fließend.»

Die Konzerte sollen zu einer Reise durch das Leben und Schaffen von James Last werden - und auch Neues präsentieren. «In den Computern meines Vaters gibt es noch viel Unentdecktes, auch Titel, die er geschrieben hat, die wir aber erst jetzt gefunden haben», berichtete der Sohn, der die Show gemeinsam mit dem Konzertveranstalter Peter Schwenkow (DEAG) produzieren wird. «Da können wir noch viel in seinem Sinn schaffen.» Die Familie selbst werde sich bei den Auftritten vor allem im Hintergrund halten. Last: «Die Leistung der Musiker steht im Vordergrund – und ich weiß, dass der Applaus für sie auch da oben ankommt, wo der Chef seine Mucke macht.»

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