Aus Greifswald zu Real Madrid : Fußballstar wird Kinoheld

Kölner Produktionsfirma plant Dokumentarfilm über den Weg des Ausnahme-Athleten.

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26. Februar 2018, 20:45 Uhr

Aus dem vorpommerschen Greifswald zu Real Madrid – der faszinierende Weg des deutschen Fußballweltmeisters Toni Kroos(28) soll nächstes Jahr als Dokumentarfilm in die Kinos kommen. Die Kölner Produktionsfirma Broadview TV arbeitet an einem 100-minütigen Streifen. Das Unternehmen hat bereits Erfahrungen mit Sportlerporträts. Es brachte unter anderem „Klitschko“ über die boxenden Klitschko-Brüder und „Der perfekte Wurf“ über Basketball-Star Dirk Nowitzki auf die Leinwand.

Der neue Film mit dem schlichten Arbeitstitel „Kroos“ soll eine Spurensuche werden: Wie wurde aus dem blassen Jungen aus Greifswald der Megastar? „Ein intimes Porträt über einen sensiblen Ausnahmefußballer in einer permanenten Ausnahmewelt“, erklärt Broadview TV zu dem Projekt, für das auch in Kroos’ alter Heimat gedreht werden soll. Fünf Drehtage sind in Mecklenburg-Vorpommern geplant. Zu Wort sollen Familie und Wegbegleiter kommen, wie eine Sprecherin der Produktionsfirma sagte.„Die Dreharbeiten in MV werden bis Herbst 2018 abgeschlossen sein.“ Toni Kroos wurde Anfang 1990 geboren – nach der Wende, aber noch in der DDR, die bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 existierte.

Sein Vater war sein erster Trainer. Über Rostock ging es zu Bayern München und in die Nationalmannschaft. Im Jahr 2014 wechselte er zu Real Madrid. Die Ablösesumme soll 30 Millionen Euro betragen haben – der Produktionsfirma zufolge ist Toni Kroos damit einer der teuersten deutschen Fußballer aller Zeiten.

Für den Dreh hat Broadview TV Geld unter anderem bei der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern beantragt. Es ist einer von 37 Anträgen, über die im April in Wismar entschieden werden soll. Alle zusammen wollen 650 000 Euro Förderung haben – der Etat der Kulturellen Filmförderung beträgt pro Jahr aber nur 215 000 Euro.

Broadview habe 50 000 Euro beantragt, sagte die Leiterin der Kulturellen Filmförderung, Sabine Matthiesen. Geld aus dem Topf wollen zum Beispiel auch die Macher des Dokumentarfilms „Die jüngsten Opfer der Mauer“. Er beleuchtet die Todesfälle Minderjähriger an der innerdeutschen Grenze.

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