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Frankfurter Buchmesse : Ehrengast Georgien will sich wieder in Europa verankern

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Bis ins 5. Jahrhundert reicht die literarische Tradition Georgiens zurück. Als nächster Ehrengast der Buchmesse will das Land seine Kultur bekannter machen.

svz.de von
erstellt am 12.Okt.2017 | 14:06 Uhr

Georgien will sich als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse in kommenden Jahr wieder mit der «europäischen Familie» vereinen.

Kulturminister Mikheil Giorgadze bezeichnete zugleich den Auftritt im Oktober 2018 auf der Kulturbühne als «hervorragende Gelegenheit», die Jahrtausende alte Kultur seines Landes der Welt zu zeigen. Georgien sei immer eine Drehscheibe zwischen Ost und West gewesen, sagte Giorgadze am Donnerstag auf der Buchmesse.

Georgiens Gastland-Präsentation steht unter dem Motto «Made by Characters». Das ist auch eine Anspielung auf das weltweit einzigartige Alphabet Georgiens mit seinen 33 geschwungenen Buchstaben, das die Unesco zum Weltkulturerbe erklärt hat.

Insgesamt schickt Georgien mit seinen knapp vier Millionen Einwohnern rund 70 Autoren nach Deutschland. 130 Bücher sollen ins Deutsche übersetzt werden. Neben Frankfurt werden georgische Literaten in rund 30 Städten in Deutschland und Österreich bei zahlreichen Festivals auftreten. Ein Schwerpunkt will Georgien neben dem Film vor allem auf die Musik legen. Das Land ist für seine polyphonen Gesänge berühmt.

Die literarische Tradition Georgiens reicht bis ins 5. Jahrhundert zurück. Während der sowjetischen Besatzung zwischen 1921 und 1991 wurden nur wenige Werke übersetzt. Der Aufschwung der Literatur und der Künste soll in Frankfurt einen weiteren Schub erhalten. Georgien fördert Übersetzungen in anderen Sprachen mit einem speziellen Programm.

Frankfurter Buchmesse

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