Edition der legendären Flechtheim-Briefe

Zwei renommierte Kunsthistoriker planen eine Edition der Briefwechsel des legendären Galeristen Alfred Flechtheim (1878-1937). Der von den Nazis ins Exil getriebene jüdische Kunsthändler habe einen umfassenden und weitgehend unpublizierten Schriftwechsel hinterlassen, sagte der Kunsthistoriker Ralph Jentsch gestern. Zusammen mit seinem Co-Autoren Stephan von Wiese sucht Jentsch Briefe oder Fotos Flechtheims und bittet mögliche Besitzer, Kontakt zu den Wissenschaftlern aufzunehmen. Wiese war Mitorganisator der großen Flechtheim-Ausstellung 1987 in Düsseldorf. Jentsch, der Nachlassverwalter des Künstlers George Grosz (1893-1959) ist, hatte 2008 eine Doppelbiografie über Flechtheim und Grosz veröffentlicht. Jentsch hat bereits einige hundert Briefe Flechtheims.

Flechtheim war einer der bedeutendsten Händler der Avantgarde-Kunst in den 1920er-Jahren. Er unterhielt Galerien in Düsseldorf, Berlin, Köln und Wien und gründete die Zeitgeist-Zeitschrift „Der Querschnitt“. Flechtheim starb 1937 im Exil in London. Seine Erben fordern von mehreren Museen Bilder unter anderem von Max Beckmann und Paul Klee zurück.

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