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Integration : Die neuen Deutschen: «Heimaterde»

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Heimat muss nicht immer dort sein, wo man geboren ist. Der Journalist Lucas Vogelsang hat ein Buch über Menschen geschrieben, die in der Fremde Wurzeln geschlagen haben.

svz.de von
erstellt am 01.Aug.2017 | 10:29 Uhr

Man kann eine Weltreise durch Deutschland machen ohne das Land überhaupt zu verlassen. Denn die ganze Welt ist hier ja zu Hause.

Für sein Buch «Heimaterde» ist der Journalist Lucas Vogelsang kreuz und quer durch Deutschland gereist und hat mit Zuwanderern und Kindern von Zuwanderern gesprochen. Herausgekommen ist ein ebenso anrührendes wie nachdenklich machendes Buch, das sich jedem Schubladendenken verweigert. Vogelsang porträtiert Iraner, die sich mit Freuden der strengen deutschen Schrebergartenordnung unterwerfen und Gartenzwerge bemalen, Vietnamesen, die in melancholischen Erinnerungen an die DDR schwelgen und Russlanddeutsche, die sich trotz ihrer eigenen Einwanderergeschichte vehement gegen Flüchtlinge wenden und sich für die AfD engagieren.

Es sind Geschichten von Menschen, die ihre Heimat mit hierher genommen haben, längst aber auch eine neue im Ruhrgebiet, in Rostock oder in Pforzheim gefunden haben. Sie definieren Deutschsein auf ihre Weise.

- Lucas Vogelsang: Heimaterde. Eine Weltreise durch Deutschland, Aufbau Verlag, Berlin, 330 Seiten, 20,00 Euro, ISBN 978-3-351-03671-3.

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