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Dauerausstellung : Deutsch-amerikanischer Freundschaft im Kalten Krieg

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Die «Fulda Gap» an der hessisch-thüringischen Grenze galt als einer der gefährlichsten Orte des Kalten Krieges. Eine neue Ausstellung widmet sich dem Leben von US-Soldaten und Deutschen in der Region.

svz.de von
erstellt am 17.Aug.2017 | 18:00 Uhr

Wie sah das Leben von US-Soldaten und deutscher Zivilbevölkerung an einer der brisantesten Stellen des Kalten Krieges aus? Das ist das Thema der neuen Dauerausstellung «Everyday Life» im US-Camp der Gedenkstätte Point Alpha in Rasdorf in Osthessen.

Die Schau zum Alltag in der «Fulda Gap» öffnet am 17. September. Am Donnerstag wurde sie während eines Besuchs von Monika Grütters, der Staatsministerin für Kultur und Medien, vorgestellt.

Die «Fulda Gap», eine Schneise zwischen Harz und Thüringer Wald, über die sowjetische Truppen jederzeit hätten einmarschieren können, galt als einer der gefährlichsten Orte im Kalten Krieg.

Rund 400 Exponate zeigen erstmals die «menschliche» Seite von US-Soldaten und Deutschen. An Multimedia-Stationen können Besucher 38 Zeitzeugen-Interviews verfolgen. Deutsche und ehemalige US-Soldaten sprechen über Kontakte nach Feierabend, Sport und Musik, aber auch Eheschließungen. Dabei werden ganz persönliche Geschichten erzählt - etwa von Milton Gilbert, dem ersten Amerikaner in der Fuldaer Bütt. «Wir brauchen authentische Orte und Zeitzeugen wie hier, so lange es sie noch gibt», sagte Grütters nach dem Besuch der Ausstellung.

«Uns war es wichtig aufzugreifen, dass Soldaten Menschen mit Familien sind und sich Beziehungen zwischen Amerikanern und Deutschen entwickelt haben» sagte Hanno Sowade vom wissenschaftlichen Beirat der Point Alpha Stiftung. Dabei dürfe nicht vergessen werden, dass die Amerikaner als Sieger und Besatzer nach Deutschland gekommen und schließlich zu Freunden geworden seien.

Die Vorbereitungen für die neue Ausstellung, die vom Bund sowie den Ländern Hessen und Thüringen finanziert wird, dauerten etwa zwei Jahre.

Gedenkstätte Point Alpha

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