Einzigartige Blüte : Der Kunstmarkt im Goldenen Zeitalter der Niederlande

Zwei Frauen betrachten das Ölgemälde «Schlafende Bacchantin» von Gerard de Lairesse.
Zwei Frauen betrachten das Ölgemälde «Schlafende Bacchantin» von Gerard de Lairesse.

Das Bucerius Kunstforum Hamburg hat Leihgaben aus vielen Museen zusammengetragen und zeigt bis Anfang kommenden Jahres Werke unter anderem von Rembrandt, Ruisdael oder van Goyen.

svz.de von
21. September 2017, 16:56 Uhr

Unter dem Titel «Die Geburt des Kunstmarktes» zeigt das Bucerius Kunstforum Hamburg Meisterwerke des Goldenen Zeitalters der Niederlande.

Vom 23. September bis zum 7. Januar 2018 sind Leihgaben aus international bekannten Museen zu sehen, darunter Werke von Rembrandt, Ruisdael, van Goyen und vielen anderen. «Während die Aufträge von Adel und Kirche ausblieben, konnte sich ein erstarkendes Bürgertum erstmals Ölgemälde leisten», sagte Kurator und Direktor Prof. Franz Wilhelm Kaiser in Hamburg.

Den Ansprüchen des neuen Marktes folgend, veränderten sich sowohl die Motive als auch die Techniken. «Die Künstler begannen, sich neu zu orientieren und ihre Bilder für einen anonymen Markt zu malen, ohne vorab ihre Käufer und deren Wünsche zu kennen», sagte Kaiser. Die bürgerlichen Käufer bevorzugten Sujets, die sie verstehen und bezahlen konnten. Historienbilder und mythologische Szenen wichen Stillleben, Landschafts- und Genrebildern.

Mehr als alle anderen Bildgattungen waren Seestücke mit der Geschichte des Goldenen Zeitalters verbunden, da die Kriegs- und Handelsflotte als entscheidender Machtfaktor der politischen Position der Niederlande galten. Auch die Jagd als Motiv und Zeitvertreib - ursprünglich der Aristokratie vorbehalten - fand nun Einzug ins bürgerliche Wohnzimmer.

Bucerius Kunstforum

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