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Jubiläum : Das Wort zum Sonntag

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heute feiert das „Wort zum Sonntag“ sein 60-jähriges Bestehen. Es ist eine der ältesten Sendungen im deutschen Fernsehen. Jeden Sonnabend, zwischen 22 Uhr und Mitternacht, strahlt die ARD das „Wort zum Sonntag“ aus. Ein Geistlicher, abwechselnd evangelischer oder römisch-katholischer Konfession, steht vor einer blauen Wand im Studio, und hält eine etwa fünfminütige Kurzansprache. Und das geschieht seit 60 Jahren: Am 8. Mai 1954 sprach der Hamburger Pastor Walter Dittmann das allererste Wort zum Sonntag.

„Das Wort zum Sonntag ist eine Sendung, die gleichzeitig einfach und schwierig ist“, sagt der ARD-Beauftragte der EKD, Thomas Dörken-Kucharz. „Es ist kein Format, das die Möglichkeiten des Fernsehens ausnutzt.“ Fernsehen werde auf eine Kamera, einen Hintergrund und einen Sprecher reduziert. Der Hannoversche Landesbischof Ralf Meister, der in seiner Zeit als Propst von Lübeck selbst Sprecher des „Worts zum Sonntag“ war, wird noch deutlicher „Wo sonst gibt es noch einen so langen – insgesamt über vier Minuten – durchgehenden Wortbeitrag im deutschen Fernsehen?“, fragt Meister. „Selbst ein Kommentar in den Tagesthemen dauert niemals mehr als drei Minuten.“

Stimmt es also, dass die Wasserwerke während der Sendung mit besonders hohem Wasserverbrauch kalkulieren, weil dann alle Zuschauer auf die Toilette gehen? „Das ist bitterer Spott“, sagt Thomas Dörken-Kucharz. „Wer am Samstag abend die ARD schaut, guckt auch das ,Wort zum Sonntag‘.“

Das „Wort zum Sonntag“ soll zum 60. Geburtstag ein Facelifting erhalten. „Wir werden das ,Wort zum Sonntag‘ graphisch verändern“, sagt Dörken-Kucharz. Es werde einen neuen Trailer und eine neue Melodie zu Beginn der Sendung geben. Hannovers Bischof Ralf Meister kündigt im Gespräch mit unserer Zeitung an, dass beim heutigen Festakt zum Jubiläum in Hamburg auch ein neuer Vollbildhintergrund für die Sendung präsentiert werde. Und dazu soll das „Wort zum Sonntag“ Familienzuwachs erhalten: Künftig soll es eine „kleine Schwester“ des Wortes zum Sonntag geben. Eine moderne, mit jugendlichen Protagonisten produzierte Sendung im Kanal „Eins Plus“.



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erstellt am 20.Jan.2014 | 00:32 Uhr

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