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Deutscher Hip-Hop : Ace Tee aus Hamburg bringt die 90er zurück

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Zuerst wurden amerikanische Medien auf Ace Tee aufmerksam. Jetzt geht „Bist du down“ auch in Deutschland durch die Decke.

svz.de von
erstellt am 19.Jan.2017 | 16:07 Uhr

Hamburg/New York | Seit einigen Tagen ist die R'n'B Künstlerin Ace Tee in aller Munde. Die 24-jährige Hamburgerin, die mit bürgerlichen Namen Tarin Wilda heißt, begeistert die Medien mit dem Lied „Bist du down“. Bereits über 800.000 Mal wurde das Video, das sie am 20. Dezember zusammen mit dem Rapper Kwam.e veröffentlichte, mittlerweile bei Youtube angesehen.

Bevor der Hype um Ace Tee in Deutschland ankam, schwärmten allerdings schon Anfang Januar große US-Medien von der Newcomerin und reißen sich um Interviews. Die britische Modezeitschrift i-D schreibt: „Mit ihrem 90er R'n'B Style und Sound macht sie die Leute verrückt“. Und das Magazin „the 405“ bezeichnet sie gar als die Verkörperung des 90er R'n'B-Revivals und meint, es sei Zeit den ersten viralen Star des Jahres kennenzulernen.

In einem Interview mit der amerikanischen Vogue erzählt Wilda, dass ihr Video von TLC's „What about your friends“ inspiriert worden sei. Damit wolle sie die Stimmung der 90er Jahre wieder aufleben lassen und die Menschen dazu motivieren, glücklich und „down zu sein“ mit Ehrlichkeit und Liebe. Das Video drehte sie in Eigenregie unter einer Eisenbahnbrücke in Altona-Nord.

So eine positive Haltung ist man vom deutschen Hip-Hop nicht gewohnt. In den vergangenen Jahren ging es in den Liedtexten eher um Drogen, Gewalt und Frauen. „Es gibt eine Menge guter Künstler in Deutschland, aber ihr Vibe ist ein bisschen dunkel und wir sind hauptsächlich bekannt für Trapmusik. Ich möchte R'n'B zurück auf die Landkarte bringen und meinen eigenen Sound kreieren“, erzählt sie der Vogue weiter.

Ace Tee und Kwam.e. sind in dem Hamburger Stadtteil Jenfeld aufgewachsen, wie sie in einem Interview mit „Spiegel Online“ erzählen. Wilda ist Hairstylistin und ihre Eltern stammen aus Ghana. Ein Studium an der Pop-Akademie habe sie abgebrochen. Der Erfolg stellte sich auch so ein.

So richtig ins Rollen kam der Hype um Ace Tee durch diesen Tweet einer Kanadierin mit dem Twitter-Namen „Yung Rachu“ am vierten Januar:

Und mittlerweile hat sie es mit ihrem Sound sogar in die Tagesschau geschafft:

 

Auf die erste Single soll im August diesen Jahres auch ein Album mit dem Titel „Sip Slow“ folgen. Die lange Wartezeit sollte man sich vertreiben, indem man sich der Nostolagie hingibt und sich durch die Klassiker aus den 90er Jahren klickt. Können Sie sich zum Beispiel noch an die junge Brandy erinnern?

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