Fondation Beyeler : Abstrakte Bilderwelten von Paul Klee

Paul Klee, Le rouge et le noir, 1938. / Medienzentrum/Fondation Beyeler
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Paul Klee, Le rouge et le noir, 1938. / Medienzentrum/Fondation Beyeler

Nach einer Reise nach Tunis war alles anders: Paul Klee entdeckte die Abstraktion für sich.

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29. September 2017, 08:12 Uhr

Ein «Erfinder, der Zauberhaftes erfand» - so beschrieb ein Schüler den deutschen Maler Paul Klee (1879-1940). Eine wenig beachtete zauberhafte Facette seines Werks ist nach Auffassung des Museums Fondation Beyeler in Riehen bei Basel das Abstrakte. 

Das Museum widmet dem Meister der klassischen Moderne ab 1. Oktober die Ausstellung «Die abstrakte Dimension».

Die Hinwendung Klees zum Abstrakten datiert das Museum auf seine Reise 1914 nach Tunis, gemeinsam mit August Macke und Louis Moilliet. Da war der deutsche Maler 35 Jahre alt. Dort habe er begonnen, Gärten, Landschaften und Stadtansichten in kontrastreiche Farbflächen zu übersetzen. Danach hätten geometrische Formen und ausdrucksvolle Farbkombinationen in Klees Schaffen eine stärkere Bedeutung bekommen.

«Je schreckensvoller diese Welt (wie gerade heute) desto abstrakter die Kunst, während eine glückliche Welt eine diesseitige Kunst hervorbringt», notierte Klee 1915 in seinem Tagebuch.

«Vor dem Blitz» heißt eine Komposition aus grünen und gelben Rechtecken mit Pfeilen. Das Aquarell von 1923 gehört zu den 20 Klee-Werken in der Beyeler-Sammlung. «Le Rouge et le Noir» von 1938 zeigt zwei Punkte auf unregelmäßig gefärbtem Grund.

Die Ausstellung mit 110 Werken sei fast eine Retrospektive, so das Museum. Es zeigt Arbeiten aus seiner Münchner Zeit mit der Künstlergruppe «Der Blaue Reiter», von seinen Reisen nach Tunis und Italien, aus seiner Zeit am Bauhaus und in Düsseldorf und später in der Schweiz. Neben zahlreichen Leihgaben aus aller Welt zeigt das Museum auch Werke aus Privatbesitz, die nur selten zu sehen sind.

Klee - Die abstrakte Dimension

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