Pionierin des Autorenkinos : Mit 90 Jahren: Regisseurin Agnès Varda gestorben

Agnès Varda bei der Berlinale im Februar 2019.
Agnès Varda bei der Berlinale im Februar 2019.

Sie gewann den begehrten Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig.

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29. März 2019, 12:40 Uhr

Paris | Die Filmregisseurin Agnès Varda ist tot. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Freitag unter Berufung auf ihre Familie. Sie starb im Alter von 90 Jahren in der Nacht auf Freitag. Die Regisseurin sei einem Krebsleiden erlegen, hieß es in einer Mitteilung der Familie, wie AFP berichtete.

Die in Belgien geborene und in Frankreich aufgewachsene Filmemacherin gewann mit "Vogelfrei" als erste Frau 1985 den Goldenen Löwen von Venedig. Später arbeitete Varda auch als bildende Künstlerin. Auf der Berlinale lief zuletzt ihr neuer Film "Varda by Agnès" außer Konkurrenz. Produzentin war ihre Tochter Rosalie.

Die "Großmutter der Nouvelle Vague"

Varda konnte auf eine über 60-jährige Karriere zurückblicken, sie wurde mit Ehrungen und Auszeichnungen überhäuft. Ihr großer Erfolg "Vogelfrei" (Originaltitel: "Sans toit ni loi") erzählte die Geschichte einer Frau, die als Landstreicherin durch Südfrankreich zieht und den Kältetod stirbt.

Varda galt als Pionierin des Autorenkinos und als "Großmutter der Nouvelle Vague", jener Bewegung, die in den 60er Jahren gegen das herkömmliche Erzählkino Sturm lief. Lange gehörte sie mit ihren Werken, die zwischen Wirklichkeit, Fiktion und Poesie schwanken, zu den eigenwilligen Cineasten unserer Zeit.


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