Deutscher Filmpreis : Goldene Lola geht an Drama über DDR-Sänger Gundermann

'Gundermann'-Regisseur Andreas Dresen mit der Goldenen Lola.
"Gundermann"-Regisseur Andreas Dresen mit der Goldenen Lola.

Mit zehn Nominierungen war das einfühlsame Drama "Gundermann" als Favorit ins Rennen gegangen.

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03. Mai 2019, 21:46 Uhr

Berlin | Das Drama "Gundermann" von Regisseur Andreas Dresen hat die Goldene Lola als bester Spielfilm gewonnen. Das gab die Deutsche Filmakademie am Freitagabend in Berlin bekannt. Der Film erzählt die Geschichte des DDR-Liedermachers und Baggerfahrers Gerhard Gundermann (1955-1998), der auch für die Stasi arbeitete.

Der Film zeigt in einfühlsamen und leisen Szene, wie Gundermann im Nachhinein mit seiner Vergangenheit umging. Das Drama war mit zehn Nominierungen als Favorit ins Rennen gegangen. Prämiert wurde er unter anderem für die beste Regie, das beste Drehbuch und die Leistung von Hauptdarsteller Alexander Scheer.

Alexander Scheer als Gerhard Gundermann.
dpa/Peter Hartwig
Alexander Scheer als Gerhard Gundermann.

Film über Hape Kerkelings Kindheit gewinnt Bronze

Mit einer silbernen Lola wurde das Drama "Styx" ausgezeichnet – es handelt von einer Seglerin, die auf dem Meer auf ein Flüchtlingsboot trifft. Susanne Wolff gewann eine Lola als beste Hauptdarstellerin. Eine Lola in Bronze ging an die Produzenten der Tragikomödie "Der Junge muss an die frische Luft". Der Film von Caroline Link schildert die Kindheit von Hape Kerkeling und wurde auch als besucherstärkster Film ausgezeichnet. Die Lolas gelten als wichtigste nationale Auszeichnung in der Filmbranche. Die rund 2000 Mitglieder der Deutschen Filmakademie stimmten über die meisten Gewinner ab. Die Preise sind mit insgesamt fast drei Millionen Euro für neue Projekte dotiert, das Geld kommt aus dem Haus von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU).

Susanne Wolff wurde in der Kategorie 'Beste weiblcihe Hauptrolle' geehrt.
dpa/Britta Pedersen
Susanne Wolff wurde in der Kategorie "Beste weiblcihe Hauptrolle" geehrt.

In der Kategorie "bester Spielfilm" setzte sich "Gundermann" gegen fünf andere Kandidaten durch: Gegen die Komödie "Das schönste Mädchen der Welt", das Drama "Transit", das Roadmovie "25km/h" und auch gegen "Styx" und "Der Junge muss an die frische Luft".

Viele prominente Gäste

Am roten Teppich zeigten sich am Freitagabend unter anderem die Schauspielerinnen Iris Berben, Katja Riemann und Heike Makatsch, der Regisseur Fatih Akin, das Model Eva Padberg, "Tatort"-Star Jan Josef Liefers und seine Frau, die Schauspielerin und Sängerin Anna Loos.

Auch dabei: Nachwuchsschauspieler Julius Weckauf. Der Elfjährige spielt in der "Der Junge muss an die frische Luft" Kerkeling als Kind. Auf die Frage, wie dieser so sei, sagte er, man könne sich eigentlich gar nicht vorstellen, wie nett der sei. "Ich mag den total." Moderiert wurde der Abend von den Schauspielern Désirée Nosbusch ("Bad Banks") und Tedros Teclebrhan ("Systemsprenger").

Regisseurin Margarethe von Trotta bekam den Ehrenpreis für ihre "herausragenden Verdienste um den deutschen Film". Produzent Christian Becker wurde mit dem Bernd-Eichinger-Preis geehrt.

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