Zwischenfall im Studio : Feministin stört Live-Sendung von "Hart aber fair": WDR gibt Fehler zu

Die Runde diskutierte, dann störte eine Frau die Sendung.
Die Runde diskutierte, dann störte eine Frau die Sendung.

Ungeplante Unterbrechung: Eine Frau wollte etwas loswerden – allerdings nichts zum Thema Tierliebe.

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16. Dezember 2019, 23:18 Uhr

Köln/Berlin | Sie stellte sich plötzlich vor das Podium mit den Gästen und sagte, sie würde gern mal eine Forderung in den Raum stellen. ARD-Moderator Plasberg bat sie, sich vorzustellen. „Ich bin bekennende Feministin", sagte die Frau. Darauf Plasberg: „Und was hat das jetzt mit Tieren zu tun?" Sie räumte ein, dass das nichts mit Tieren zu tun habe, aber sie wolle die Gelegenheit nutzen, um im Fernsehen mitzuteilen, „dass die Bundesregierung gegen Feminismus im Internet vorgeht".

Die Szene im Video:


WDR: Fehler im Sicherheitskonzept

Der WDR teilte dazu am Dienstag mit, bei Live-Sendungen wie "hart aber fair" greife ein mehrstufiges Sicherheitskonzept. "Die Identität der Menschen in unserem Publikum wird vor der Sendung überprüft", erläuterte der Sender.

Vor dem Zutritt zum Studio müssten sie sich zudem einem Sicherheitscheck unterziehen. Im Studio sei geschultes Sicherheitspersonal. Bei der "hart aber fair"-Sendung habe es allerdings einen "punktuellen Fehler innerhalb unseres Sicherheitskonzepts" gegeben. Diesen habe die Frau für sich nutzen können.

"Dieser Fehler ist von uns erkannt, er ist jetzt abgestellt", versicherte der WDR. "Nähere Details zu unserm Sicherheitskonzept werden wir aus nachvollziehbaren Gründen nicht öffentlich machen."

Plasberg weist schimpfenden Hundetrainer zurecht

Einer der Talkgäste, der Hundetrainer Martin Rütter, konnte sich vor Lachen kaum halten und rief ins Kölner Studio: „Ist hier jemand, der sich für einen Briefmarkenverein einsetzen möchte? Das hat ähnlich viel mit dem Thema zu tun." Dann wandte er sich an die Frau: „Was du machst, ist respektlos." Plasberg unterbrach ihn.

Darauf sagte die Frau, das, was „die Bundesnachrichtendienste" im Internet machten, sei respektlos gegenüber Frauen. „Tierquälerei ist eine Sache, Anti-Feminismus finde ich weitaus schlimmer."

Schließlich versprach der Moderator der Frau vor ihrem Abgang, man werde nach der Sendung noch mit ihr diskutieren.

Weiterlesen: Rassismus-Skandal in der ARD? Studiogast zeigt umstrittene Geste

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