"Game of Thrones" mit Rekord : Emmy-Verleihung 2019: Das sind die besten Serien des Jahres

Die Serien 'Game of Thrones' (von links), 'Chernobyl' und 'Fleabag' gelten als chancenreich bei den Emmys 2019.
Die Serien "Game of Thrones" (von links), "Chernobyl" und "Fleabag" gelten als chancenreich bei den Emmys 2019.

Bei den Emmys 2019 gab es einen Rekord, einige Überraschungen und Tränen.

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23. September 2019, 05:00 Uhr

Los Angeles | Mit Jubel und einem eingestellten Rekord hat sich die Fantasy-Serie „Game of Thrones" nach acht erfolgreichen Staffeln von der Bühne der US-Fernsehpreise Emmys verabschiedet. Die im Mai zu Ende gegangene Serie gewann bei der Gala am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles zwei Preise - die Auszeichnung als beste Drama-Serie und den Preis für Peter Dinklage als bester Nebendarsteller in einer Drama-Serie - zusätzlich zu den zehn Trophäen, die sie bereits zuvor in Nebenkategorien eingesammelt hatte.

"Ich würde es sofort wieder machen"

Bereits 2015 und 2016 hatte die Serie, deren Abschlussstaffel mit der Rekordanzahl von 32 Nominierungen in die Emmy-Verleihung gegangen war, je zwölf Auszeichnungen bekommen – Rekord. Übertroffen werden – wie von vielen Beobachtern erwartet – konnte der Rekord jedoch nicht. Das Publikum feierte die Schauspieler der HBO-Serie, die in den Jahren zuvor bereits 38 Auszeichnungen eingesammelt hatte. "Wir haben nur geschwitzt und wir haben nur gelacht", sagte Darsteller Dinklage in seiner Dankesrede. "Ich würde es sofort wieder machen."

"Veep" und "GoT" im Mittelpunkt

Die Ehrenrunde eines weiteren Publikumslieblings misslang jedoch: Die bereits vielfach Emmy-prämierte Comedy-Serie "Veep - Die Vizepräsidentin" über eine skrupellose Spitzenpolitikerin mit unfähigem Team war im Mai nach sieben Staffeln zu Ende gegangen. Hauptdarstellerin Julia Louis-Dreyfus hat für ihre Rolle als Präsidentin Selena Meyer bis 2017 schon sechs Emmys gewonnen. Sie hatte dann eine schwere Krebserkrankung überwunden und nach ihrer Genesung die nun zur Wahl stehende siebte und letzte Staffel abgedreht – aber bekam in der Kategorie der besten Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie zur großen Überraschung vieler Beobachter in diesem Jahr keinen Emmy.

Cast und Crew von 'Game of Thrones' räumten schon 2016 dick ab. Foto: dpa/EPA/MIKE NELSON
Cast und Crew von "Game of Thrones" räumten schon 2016 dick ab. Foto: dpa/EPA/MIKE NELSON


Anstelle dessen gewann Neuankömmling Phoebe Waller-Bridge, die mit ihrer Amazon-Comedy-Serie "Fleabag" der Konkurrenz von "Veep" gleich auch noch den Preis als beste Comedy-Serie wegschnappte. "Jetzt wird es aber wirklich albern", kommentierte Waller-Bridge in ihrer Dankesrede – nachdem sie insgesamt drei Trophäen, auch noch die für das beste Drehbuch, eingesammelt hatte.

Weiterlesen: Game-of-Thrones-Star wird 50: Wie gut kennen Sie Peter Dinklage?

Beste Drama-Serie

  • "Better Call Saul" (AMC)
  • "Bodyguard (Netflix)
  • "Game of Thrones" (HBO)
  • "Killing Eve" (BBC America)
  • "Ozark" (Netflix)
  • "Pose" (FX Networks)
  • "Succession" (HBO)
  • "This Is Us" (NBC)


Offener ist das Rennen in den Comedy-Kategorien. Die düstere Auftragsmörder-Satire "Barry" hat exzellente Kritiken für ihre zweite Staffel bekommen, ebenso die Dramady-Serie "Fleabag", in dem Autorin Phoebe Waller-Bridge auch die Hauptrolle spielt. Amazons "Marvelous Mrs. Maisel" gilt als charmanter Publikumsliebling. Gute Chancen hat aber auch "Veep" über eine skrupellose Spitzenpolitikerin mit unfähigem Team.


Beste Comedy-Serie

  • "Barry" (HBO)
  • "Fleabag" (Amazon Prime)
  • "The Good Place" (NBC)
  • "The Marvelous Mrs. Maisel" (Amazon Prime)
  • "Russian Doll" (Netflix)
  • "Schitt's Creek" (Pop TV)
  • "Veep" (HBO)



Hauptdarstellerin Julia Louis-Dreyfus hat für ihre Rolle als Präsidentin Selena Meyer bis 2017 schon sechs Emmys gewonnen. Sie hatte dann eine schwere Krebserkrankung überwunden und nach ihrer Genesung die nun zur Wahl stehende siebte und letzte Staffel abgedreht. 2019 ging sie jedoch leer aus.

Julia Louis-Dreyfus wurde 2016 als beste Schauspielerin und für die beste Serie ausgezeichnet. Foto: dpa/EPA/MIKE NELSON
Julia Louis-Dreyfus wurde 2016 als beste Schauspielerin und für die beste Serie ausgezeichnet. Foto: dpa/EPA/MIKE NELSON



Beste Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie

  • Christina Applegate – "Dead To Me" (Netflix)
  • Phoebe Waller-Bridge – "Fleabag" (Amazon Prime)
  • Rachel Brosnahan – "The Marvelous Mrs. Maisel" (Amazon Prime)
  • Natasha Lyonne – "Russian Doll" (Netflix)
  • Catherine O'Hara "Schitt's Creek" (Pop TV)
  • Julia Louis-Dreyfus – "Veep" (HBO)


Beste Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie

  • Emilia Clarke – "Game Of Thrones" (HBO)
  • Robin Wright – "House Of Cards" (Netflix)
  • Viola Davis – "How To Get Away With Murder" (ABC)
  • Jodie Comer – "Killing Eve" (BBC America)
  • Sandra Oh – "Killing Eve" (BBC America)
  • Laura Linney – "Ozark" (Netflix)
  • Mandy Moore –"This Is Us" (NBC)


Bester Hauptdarsteller in einer Comedy-Serie

  • Bill Hader – "Barry" (HBO)
  • Don Cheadle – "Black Monday" (Showtime)
  • Anthony Anderson – "black-ish" (ABC)
  • Ted Danson – "The Good Place" (NBC)
  • Michael Douglas – "The Kominsky Method" (Netflix)
  • Eugene Levy – "Schitt's Creek " (Pop TV)


Bester Hauptdarsteller in einer Drama-Serie

  • Bob Odenkirk – "Better Call Saul" (AMC)
  • Kit Harington – "Game Of Thrones" (HBO)
  • Jason Bateman – "Ozark" (Netflix)
  • Billy Porter – Pose (FX Networks)
  • Sterling K. Brown – "This Is Us" (NBC)
  • Milo Ventimiglia – "This Is Us" (NBC)


Bei den Miniserien hat das Atom-Drama "Chernobyl" nach herausragenden Kritiken abgeräumt. Die Qualität des fünfeinhalbstündigen HBO-Dramas ist in den USA seit Monaten Thema in der Branche, sieben Emmys gab es bereits vor einer Woche. Der andere ebenfalls auf wahren Begebenheiten beruhende Favorit im Kampf um den Titel als beste Miniserie war die Netflix-Produktion "When They See Us" über fünf zu Unrecht verurteilte latein- und afroamerikanische Jugendliche.

Beste Miniserie

  • "Chernobyl" (HBO)
  • "Escape At Dannemora" (Showtime)
  • "Fosse/Verdon" (FX Networks)
  • "Sharp Objects" (HBO)
  • "When They See Us" (Netflix)


Zu den weiteren Gewinnern gehörten die Serien „Chernobyl" und „The Marvelous Mrs. Maisel" und „Ozark". Billy Porter gewann als erster offen homosexueller Mann in der Kategorie bester Hauptdarsteller in einer Drama-Serie für seine Rolle in „Pose".

Die Emmys werden in rund 120 Kategorien von etwa 24 000 Mitgliedern der Television Academy vergeben. Bei der Gala, in diesem Jahr zum vierten Mal in der Geschichte ohne Moderator, stehen die Hauptkategorien im Mittelpunkt. Zusammengezählt mit den Nebenkategorien sammelte der Premium-Kabelfernsehsenders HBO mit 34 die meisten Trophäen ein, dahinter folgte der Streamingdienst Netflix mit 27, Amazon mit 15, National Geographic mit 8 und der TV-Sender NBC mit 7.

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