Mailänder Fashion Week 2020 : Coronavirus in Italien: Giorgio Armani lässt Models vor leeren Bänken laufen

Der italienische Modedesigner Giorgio Armani hatte am Samstag seine Schau noch vor Publikum abgehalten. Foto: AFP/Andreas SOLARO
Der italienische Modedesigner Giorgio Armani hatte am Samstag seine Schau noch vor Publikum abgehalten. Foto: AFP/Andreas SOLARO

Mit einem vielschichtigen Frauenbild gehen Mailands Designer in die Saison. Doch das Coronavirus drückte die Stimmung.

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23. Februar 2020, 16:37 Uhr

Mailand | Das neue Coronavirus hat auch die Mailänder Fashion Week erreicht. Nachdem Italien den ersten große Covid-19-Ausbruch in Europa gemeldet hat, erklärte die italienische Modekammer als Veranstalterin der Fashion Week am Sonntag, allen Anweisungen der zuständigen Institutionen zu folgen. Jedes Label werde aber autonom entscheiden, ob es seine Show stattfinden lassen wird, hieß es in der Pressemitteilung. Die Modewoche geht am Montag zu Ende.

Der Designer Giorgio Armani sagte die Präsentation seines Hauses ab. Die Vorführung seiner Damenkollektion Herbst/Winter 2020/21 werde am Sonntagnachmittag ab 16 Uhr "hinter verschlossenen Türen" und "live vor einem leeren Teatro" über das Internet gestreamt.

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Italienische Regierung riegelt Städte in Norditalien ab

Die italienische Regierung hatte am Samstagabend für elf norditalienische Städte Quarantänemaßnahmen angeordnet, davon eine in der Region Venetien. Bis Sonntag wurden nach Behördenangaben landesweit 132 Fälle des neuartigen Coronavirus registriert, zwei ältere Menschen starben.

Zentrum der Epidemie ist die 15.000-Einwohner-Stadt Codogno rund 60 Kilometer südlich von Mailand. Dort wurde das Virus offenbar von einem 38-jährigen hochrangigen Mitarbeiter des Verbrauchsgüter-Multis Unilever weiterverbreitet. Der 38-Jährige steckte unter anderem seine im achten Monat schwangere Frau an sowie Fußball-Kameraden und medizinisches Personal.

Verfolgen Sie hier die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Epidemie im Liveticker

Andere Designer halten Modenschauen regulär ab

Boss ließ seine Show am Sonntagvormittag regulär laufen. Gezeigt wurden sowohl die Damen-, als auch die Männerkollektion – unter den Klängen eines live spielenden Orchesters. Zu sehen waren unter anderem Mäntel mit grafischen Farbspielen, dicke Rollkragenpullover, Fransendetails, immer wieder Leder. Die Trendfarbe des Labels aus Metzingen im kommenden Herbst/Winter: Flieder. Auch für Männer!

Herbst- und Wintermode für Damen 2020 von Hugo Boss. Foto: AFP/Andreas SOLARO
Herbst- und Wintermode für Damen 2020 von Hugo Boss. Foto: AFP/Andreas SOLARO


Als am Samstag die Show von Bottega Veneta anstand, wurde das Programm noch wie gewohnt präsentiert. "Poetische Sinnlichkeit durchdringt jedes Kollektionsteil", ließ Daniel Lee, der Kreativdirektor des Luxuslabels, in den Pressetext zu seiner viel umjubelten Show schreiben. Unter schlichten, langgestreckten tiefschwarzen Mänteln oder Hosenanzügen blitzten die in intensiven Farben gehaltenen Seidenblusen hervor. Kleider lösen sich knieabwärts in swingenden Fransen auf. Ein Motiv, was sich dann bei den flauschigen Mänteln wiederholt. Auch Männermode war zu sehen. Hier wurde unter anderem das Flechtmuster, das Markenzeichen Bottega Venetas, in sehr schlanken Steppwesten interpretiert.

Herbst- und Wintermode für Damen 2020 von Bottega Veneta. Foto: AFP/Miguel MEDINA
Herbst- und Wintermode für Damen 2020 von Bottega Veneta. Foto: AFP/Miguel MEDINA


Missoni steht in erster Linie für Strick, der in der Saison Herbst/Winter 2020/21 mit vielen Glanzfäden eine sehr glamouröse Note bekommt. Zudem gibt es viele als Patchwork angelegte Musterbilder, lässige, oft überweit geschnittene Mäntel sowie Kombinationen mit in Stiefeln getragenen Hosen.

Herbst- und Winterkollektion 2020 von Missoni. Foto: AFP/Andreas SOLARO
Herbst- und Winterkollektion 2020 von Missoni. Foto: AFP/Andreas SOLARO


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