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Resume : Knapp 3,5 Millionen Besucher auf der Kieler Woche

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Deutlich voller als in den Vorjahren war die Kieler Woche 2014. Trotzdem hatte die Polizei weniger zu tun. Knapp 3,5 Millionen Menschen lockte das Sommerfest an. Allein gut 100 000 Besucher verfolgten am Samstag die Windjammerparade.

So viele Menschen wie seit Jahren nicht mehr haben in den vergangenen zehn Tagen einen Bummel über die Kieler Woche 2014 gemacht. Die Besucherzahl lag nach Angaben der Stadt bei insgesamt knapp 3,5 Millionen und damit deutlich höher als 2013. Damals hatte das Spektakel etwa drei Millionen Menschen angelockt. „In diesem Jahr war uns der Wettergott fast durchgehend wohlgesonnen“, sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). „Das war eine besonders tolle Kieler Woche. Ich bin einfach pappstolz.“  Positiv fiel auch die Bilanz der Polizei aus. Obwohl mehr Menschen da waren, meldete die Polizei weniger Straftaten. Die Beamten rückten zu 2329 Einsätzen aus - 380 davon hatten einen direkten Bezug zur Kieler Woche. Das waren im Vorjahr noch 200 Straftaten mehr gewesen.

Die Zahl der Anzeigen wegen sogenannter Rohheitsdelikte wie Körperverletzung oder Raub sank im Vergleich zu 2013 von 123 auf 94. „Das war eine aus Sicht der Polizei friedliche Kieler Woche“, sagte der Leiter der örtlichen Polizeidirektion, Thomas Bauchrowitz. Den Großteil der 150 Anzeigen machten wie im Vorjahr Körperverletzungen mit 91 Fällen aus (2013: ebenfalls 91 Fälle).

Als maritimer Höhepunkt des nach Veranstalterangaben größten Sommerfests in Nordeuropa gilt die Windjammerparade. Sie lockte nach Angaben der Stadt am Samstag mehr als 100 000 Menschen aufs Wasser oder an die Ufer der Kieler Förde. Angeführt vom deutschen Segelschulschiff „Gorch Fock“ segelten dabei rund 100 Groß- und Traditionssegler über die Kieler Förde - begleitet von zahlreichen Jachten und Booten. Mit dabei waren die russische Viermastbark „Kruzenshtern“ und der polnische Dreimaster „Dar Mlodziezy“, das Kreuzfahrtschiff „Sea Cloud II“ und der Kieler Traditionssegler „Thor Heyerdahl“. Kurz vor Ende der rund zweistündigen Parade fegte jedoch eine Gewitterfront über die Kieler Förde hinweg.

Nach Angaben der Wasserpolizei verlief die Parade trotzdem ohne Probleme. An Land waren die Auswirkungen des „Schietwetters“ dagegen zeitweise etwas größer. Viele Zuschauer flüchteten bei Einsetzen des Regens zu ihren Autos. Deswegen kam es dort nach Polizeiangaben zu größeren Verkehrsproblemen, die auch dann noch andauerten, als die Schiffe ihre Formation längst wieder verlassen hatten.

Die Kieler Woche ist laut Stadt aber auch weiter die größte Segelregatta der Welt. 4500 Segler aus 50 Nationen nahmen daran teil. Auf der Förde gab es 400 Starts. „Der Wind insgesamt war gut, anfangs aber zu viel und am Sonntag zu wenig“, sagte der Vorsitzende des Kieler Yacht-Clubs, Ulrich Ellerbeck. Zufrieden zeigte sich die Marine. Mehr als 15 000 Besucher nutzten im Stützpunkt die Gelegenheit zum Open-Ship. Rund 2500 Soldaten aus elf Nationen waren mit 31 Schiffen und Booten zu Gast.

13 Kieler-Woche-Besucher war so volltrunken, dass sie die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen mussten. „Insgesamt half die Polizei 53 Betrunkenen wieder auf die Beine“, sagte Direktionsleiter Bauchrowitz. Jugendschutzstreifen sprachen rund 870 Kinder und Jugendliche an. 250 von ihnen hatten Alkohol getrunken. Elf waren stark alkoholisiert, sechs mussten medizinisch betreut werden.Kurz vor dem Ende erhielt der spanische Komponist Cristóbal Halffter am Sonntag den mit 10 000 Euro dotieren Kulturpreis der Stadt Kiel.

Erstmals wurde zudem der mit 4000 Euro dotierte Förderpreis Kultur an die kanadische Tänzerin Victoria Lane Green verliehen. Mit dem traditionellen Feuerwerk über der Innenförde sollte das Sommerfest am späten Sonntagabend zu Ende gehen.

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erstellt am 29.Jun.2014 | 19:00 Uhr

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