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KiWi-Interview mit Weltentors Flammen Hitzige Akrobatik beim Lagerfeuerabend

Von Ina und Lennard | 12.08.2022, 15:06 Uhr

Beim KiWi-Seminar auf dem Scheersberg hatten wir einen Special Guest: Die Feuerkünstler Clemens und Sandy von Weltentors Flammen. Sie waren Feuer und Flamme für ein Interview.

Wer hat sich denn den Namen „Weltentor” ausgedacht?

Clemens: Wir sind zusammen durch Neuseeland gefahren und haben überlegt, wie wir unsere gemeinsame Zukunft gestalten wollen. Die Idee war, einen gemeinsamen Hof für pädagogische, kreative Projekte zu gründen – einen Ort, an dem die Tore zu spannenden Welten, zu Feuerwelten, Seifenblasenwelten und historischen Welten geöffnet werden.

Dauert es lange, Akrobatik mit Feuer zu lernen?

Sandy: Man muss jeden Trick ohne Feuer beherrschen, bevor man ihn mit Feuer machen kann. Dann ist es ganz normales Training. Wir trainieren Bewegungsabläufe erst mit Feuer, wenn wir sie auch ohne gut können.

Clemens: Das Feuer ist ein dekoratives Beiwerk. Wir präsentieren das Feuer nicht als gefährliches Element, sondern Bewegungsabläufe unserer Körper. Natürlich ist das Feuer trotzdem das allererste, was alle sehen und in Erinnerung bleibt.

Ist das nicht ein bisschen gefährlich mit dem Feuer?

Sandy: An dem Feuer verbrennt man sich eigentlich nicht, sondern an dem Metall direkt neben dem Feuer. Das ist aber bei mir in 20 Jahren nur zweimal passiert.

Clemens: Das Publikum merkt das auch nicht. So viel Professionalität ist da und auch so viel Anspannung und Adrenalin. Der ganze Körper ist in Spannung, wie beim Tanzen. Und da merkt man so kleine Verbrennungen nicht.

Woher kommt die Inspiration für die Shows?

Sandy: Für die heutige Show haben wir uns Musiktitel rausgesucht, die wir im Radio gehört haben und haben dazu Bewegungsabläufe, also Choreographien gebastelt. Und da kommt das alles aus der Musik und aus dem Flow. Also wie können wir das umsetzen, wo sind die die Übergänge von Refrain zu Text und was passt da von der Stimmung her.

Wie sucht ihr generell nach passender Musik?

Sandy: Wenn man auf der Bühne steht, ist das Beste, das passieren kann, wenn das Publikum mitmacht und begeistert ist. Also orientieren wir uns an Musik, die die die Leute auch mitnimmt, wo wir wissen, dass das ganz viele Leute sind, die das gut finden.

Bevorzugt ihr für eure Shows Instrumentalmusik oder Gesang?

Clemens: Früher war mir ganz wichtig, dass ich keinen Gesang drin habe, weil ich Angst hatte, dass mir der Sänger die Show stiehlt und ich gesagt habe, ich möchte eigentlich nur eine Untermalung. Mittlerweile sind wir an einem Punkt, wo wir genau wissen, was wir machen und uns auch dessen so sicher sind, dass wir sagen: Gesang dazu ist einfach schön, die Leute gehen dabei mit.

Habt ihr schon mal überlegt, eigene Musik für eure Shows zu produzieren?

Clemens: Wir drücken uns über unsere Körperbewegungen aus. Das ist das, was wir lieben und wo wir viel Freude mit haben. Und ein Instrument ist ja eine ganz andere Sprache.

Sandy: Wir haben ein paar Leute im Bekanntenkreis, die Musik machen und die holt man gerne ran.

Und was bedeutet Musik für euch persönlich?

Sandy: Ich habe so oft Musik auf den Ohren, ich tanze auch durch die Stadt. Die Leute gucken ganz komisch, weil sie die Musik nicht hören. Aber solange ich privat unterwegs bin ist mir das völlig egal

Die Feuershow, die Clemens und Sandy im Anschluss gegeben haben, war feurig, schön und beeindruckend.

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