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Junge Zeitung Blamage im deutschen Restaurant

Von hoff | 04.12.2013, 16:37 Uhr

Meister der peinlichen Situationen: Greg-Erfinder Jeff Kinney verrät, wie viel Greg in ihm selbst steckt

Zum Schluss will Joshua noch einen Rat: Wie soll man sich in seinem Alter verhalten, wenn man sich wieder einmal irgendwo blamiert hat? Jeff Kinney muss lachen. „Wenn dich deine Kumpels ärgern und du dich wehrst, dann zeigt ihnen das, dass sie Macht über dich haben. Aber wenn du mit ihnen über dich selbst lachst, nimmst du ihnen den Wind aus den Segeln. Ich glaube, sobald man über sich selbst lachen kann, wird das Leben wesentlich einfacher.“

Es ist jetzt das zweite Mal, dass er Deutschland besucht. Hat er hier auch schon etwas Komisches erlebt, das er für seine Bücher verwenden kann? Die Antwort kommt prompt: „Letztes Jahr waren wir in einem sehr feinen Restaurant, zusammen mit Hunderten von Leuten, und da habe ich gesagt: ,Ach, am liebsten würde ich einen Burger essen.’ Mein Verleger sagte: ,Wir besorgen dir einen.’ Darauf ich: ,Nein bitte nicht, das würden die anderen sehen, und dann wäre ich blamiert.’ Aber der Verleger meinte: ,Nein, wir machen es so, dass niemand etwas mitbekommt.’ 20 Minuten später kamen drei Kellner herein, einer trug ein Tablett, balancierte es hoch erhoben an allen Tischen vorbei, rief ,Burger, Burger, Burger!’, stellte es direkt vor mich hin, hob den Deckel ab – und da saß ich dann, tief beschämt.“

Viele dieser höchst unangenehmen Situationen, in die Greg gerät, hat sein Erfinder selbst durchlitten. Authentisch ist zum Beispiel die Szene, in der sich Greg im zweiten Band in Toilettenpapier einwickelt. Weil Jeff Kinney als Schüler nie gern ins Schwimmbad ging, versteckte er sich vor seinem Lehrer im Umkleideraum. Aber da wurde ihm so kalt, dass er zum Klopapier griff, um sich zu wärmen.


Eingewickelt in Klopapier