Weltkindertag : „Kinder willkommen!“

Spielangebote, Informationsstände und bunte Programme: Mit dem Motto „Kinder willkommen!“ stand die Feier dieses Jahr im Zeichen der Flüchtlingskrise.
Spielangebote, Informationsstände und bunte Programme: Mit dem Motto „Kinder willkommen!“ stand die Feier dieses Jahr im Zeichen der Flüchtlingskrise.

Rund 100 000 Besucher feierten den Weltkindertag in Berlin. Flüchtlingskinder waren explizit eingeladen

svz.de von
20. September 2015, 15:09 Uhr

Rabe Rudi Siebenstein und Max, der kleine Dino, hießen Flüchtlingskinder in Deutschland willkommen: Am Sonntag feierten Besucher das zentrale Fest zum Weltkindertag auf dem Potsdamer Platz. „Kinder willkommen!“ hieß das Motto. Explizit wurden Kinder von Flüchtlingen in die große Feier eingeschlossen.

Hüpfburgen, Kinderrechte-Rallye und ein überdimensionaler Kicker, bei dem die Kleinen selbst als Figuren agierten, ließen Kinderherzen höher schlagen. Zehn Flüchtlingskinder kickten mit. Besucher konnten beim Brandenburger Biofest regionale Speisen probieren. Infostände informierten über Projekte für Flüchtlingskinder. Unter anderem präsentierte sich das Integrationsprojekt Champions ohne Grenzen, das kostenlose Fußballtrainings für Flüchtlinge anbietet.

Unicef Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk erwarteten am Sonntag rund 100 000 Besucher auf dem Potsdamer Platz. Pressesprecher Uwe Kamp schätze, dass rund 1000 Flüchtlingskinder mit den vertretenen Organisationen oder privat mit ihren Familien das Fest besuchten. Die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr bezahlte das Kinderhilfswerk den Familien.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) sagte zur Eröffnung: „Unabhängig von ihrer Herkunft haben Kinder das Recht, die deutsche Sprache zu lernen, eine Schule zu besuchen und Freunde zu finden.“ Mit ihr auf der Bühne standen zwei etwa zehn Jahre alte afghanische Mädchen. Als der Moderator fragte, wie sie nach Deutschland gekommen sind, lautet die Antwort: „Spazieren.“ Der Weltkindertag wird in rund 145 Ländern gefeiert – in Deutschland am 20. September. Bundesweit veranstalten mehr als 400 Städte und Gemeinden Kinder- und Familienfeste. Mit jeweils rund 100 000 Besuchern sind die Feiern in Berlin und Köln die größten. Der Aktionstag, der 1954 ins Leben gerufen wurde, soll an die UN-Kinderrechtskonvention erinnern, die Kindern spezielle Rechte zuspricht.

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