Kinderrechte sind Menschenrechte : Zübeyda will lernen

Zübeydas Familie ist arm. Sie hilft ihren Eltern bei der Arbeit und freut sich, dass sie bald zur Schule gehen kann.
Zübeydas Familie ist arm. Sie hilft ihren Eltern bei der Arbeit und freut sich, dass sie bald zur Schule gehen kann.

Kinderrechte sind Menschenrechte / Auf der Welt gibt es dennoch Millionen Kinder, die arbeiten müssen

svz.de von
20. November 2014, 10:02 Uhr

Zübeyda freut sich auf die Schule. Das Recht auf Bildung sichert ihr die Kinderrechtskonvention. Vor 25 Jahren wurde sie von der UNO verabschiedet.

Zübeyda lebt in der Türkei und ist fünf Jahre alt. Ihre Mutter ist Hausfrau und ihr Vater arbeitet als Parkwächter. Er bewacht ein großes Gelände der Antike, das vor zweitausend Jahren einmal eine Stadt der alten Griechen war. Inzwischen sieht man nur noch Steine und eingefallene Bauwerke. Zübeydas Vater verdient nicht viel Geld bei dieser Arbeit. Sie sind eine arme Familie. Deshalb hat er noch Bienenstöcke und verkauft Honig. Er hat auch einige Olivenbäume aus deren Oliven er selbst Olivenöl herstellt.

Zübeyda lacht. Sie ist ein fröhliches Mädchen und erzählt gerne. Sie sagt, wenn sie groß ist, will sie in die Schule gehen. Nebenbei fragt sie uns, ob wir Olivenöl und Honig kaufen wollen. Sie hat die Freude ihrer Eltern kennen gelernt, wenn sie ihre Produkte verkaufen können. Jetzt will sie ihren Eltern helfen und ihnen auch eine Freude machen.

Es gibt auf der ganzen Welt zu viele arme Kinder. Millionen Kinder, die arbeiten müssen um ihren Familien zu helfen. Es gibt Kinder, die an Webstühlen arbeiten und andere knüpfen Teppiche. Es gibt Kinder, die klopfen Steine oder hüten Tiere auf der Weide. Wieder andere arbeiten in der Landwirtschaft auf den Feldern, sie sind Müllsammler oder arbeiten in großen Hotels. In armen Ländern verkaufen Kinder auf der Straße Taschentücher, Streichhölzer oder andere kleine Produkte. Es gibt sogar Kindersoldaten.

Jeder Mensch, der das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hat, wird als Kind oder Jugendlicher definiert. Auch wenn sie arbeiten, müssen Kinder und Jugendliche vor Ausbeutung geschützt werden. Sie dürfen keine Arbeit verrichten, die ihre Entwicklung oder Gesundheit gefährdet. Sie haben ein Recht auf Bildung, Freizeit, Spiel und Erholung. Sie dürfen nicht diskriminiert werden wegen ihres Geschlechtes, ihrer Religion oder Herkunft. Sie haben ein Recht auf Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung. In zehn Grundrechten fasst UNICEF, die Kinderrechtsorganisation der Vereinten Nationen, die Rechte der Kinder zusammen.

Die Grundrechte für Kinder auf der ganzen Welt wurden vor genau 25 Jahren von fast allen Mitgliedsstaaten angenommen. Außer den USA.

Nächstes Jahr wird Zübeyda eingeschult. Sie freut sich und vielleicht weiß sie sogar, dass Bildung etwas ganz Besonderes ist. Bildung ermöglicht neue Perspektiven, ein selbstbestimmtes Leben, Aufbruch zu Neuem und Schritte hinaus aus der Armut.

Unter www.augen-auf-fuer-kinderrechte.de gibt es bunte Türschilder zum Thema Kinderrechte als PDF-Datei. Ihr könnt sie ausdrucken, ausschneiden, zusammenkleben – und aufhängen! Damit könnt ihr einfach, schnell und bunt zeigen, was schon gut funktioniert oder wo eurer Meinung nach noch etwas besser werden muss.


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