Diabetes : Zu viel Zucker im Blut

Daniel muss sich regelmäßig in den Finger piksen, um dann mit einem speziellen Gerät zu messen, wie viel Zucker in seinem Blut ist.
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Daniel muss sich regelmäßig in den Finger piksen, um dann mit einem speziellen Gerät zu messen, wie viel Zucker in seinem Blut ist.

Daniel muss genau darauf achten, wie viel Zucker er isst. Denn er hat Diabetes. Das ist eine Krankheit, bei der zu viel Zucker im Blut ist. Deshalb sprechen einige Leute von der Zuckerkrankheit.

svz.de von
13. November 2014, 23:22 Uhr

Daniel kickt einen Fußball durch die Wohnung. Dann wirft er den Ball in die Ecke, flitzt in sein Zimmer und spielt mit einem Lego-Raumschiff. Daniel ist acht Jahre alt. Er wohnt zusammen mit seinen Eltern und seinem Bruder in Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Daniels liebstes Hobby ist Fußballspielen. Außerdem mag er gern: Freundschaftsbänder knüpfen, Computerspiele, sich mit Freunden treffen und Eis essen.

Süße Sachen wie Eis darf er allerdings nur ab und zu futtern. Er muss nämlich genau darauf achten, wie viel Zucker er isst. Denn Daniel hat Diabetes. Diabetes ist eine Krankheit, bei der zu viel Zucker im Blut ist. Deshalb sprechen einige Leute von der Zuckerkrankheit. Doch woher kommt der Zucker? Und wieso ist zu viel davon in Daniels Blut?

Viele Dinge, die wir essen, enthalten Zucker. Zum Beispiel Süßigkeiten und Limonade, aber auch Brot, Nudeln und Kartoffeln. Nehmen wir diese Nahrungsmittel zu uns, werden sie in Mund, Magen und Darm verdaut. Dabei werden Essensbestandteile in kleinere Teile gespalten – zum Beispiel große Zuckerteilchen in kleine Zuckerteilchen. Das für den Menschen wichtigste Zuckerteilchen heißt Glukose. Die kleinen Zucker-Teilchen gelangen ins Blut. Dieses transportiert sie zu den verschiedenen Organen. Damit der Zucker vom Blut in die Zellen der Organe gelangen kann, wird Insulin benötigt. „Insulin ist wie ein Schlüssel, der die Zelle aufschließt, damit Zucker hineinkommt“, erklärt der Experte Karsten Müssig.

Bei Menschen, die Diabetes haben, gibt es ein Problem mit dem Insulin. Dadurch kommt der Zucker nicht in die Zelle und bleibt im Blut. Daniel hat eine Form der Diabetes, bei der sein Körper zu wenig Insulin herstellt. Der Achtjährige weiß seit Anfang des Jahres, dass er Diabetes hat. „Ich hatte ständig Durst und habe viel getrunken“, erzählt er. „In der Schule war ich schwach und müde.“

Das fiel auch seinen Eltern auf. Sie gingen mit ihm zum Arzt. Der stellte fest, dass Daniel zu viel Zucker im Blut hat. Seitdem haben sich ein paar Dinge geändert. Mit einem speziellen Messgerät muss Daniel mehrmals am Tag überprüfen, wie hoch der Zuckerwert in seinem Blut ist. Außerdem wird ihm abends und vor jedem Essen mit einer kleinen Nadel Insulin unter die Haut gespritzt. Süßigkeiten darf er nur noch ab und zu essen. Das Gute ist: Seitdem Daniel Insulin bekommt und auf den Zuckerwert achtet, ist er nicht mehr schwach und müde – und kann noch viel mehr Fußball spielen.

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