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"Zisch"-Reporter sammeln erste Ideen

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erstellt am 30.Okt.2012 | 11:47 Uhr

Stralendorf | Mit Herbstlaub dekorierte Tische, selbst gebackener Kuchen und leckere Getränke: Die Neuntklässler des Gymnasialen Schulzentrums Stralendorf haben es sich in ihrem Klassenzimmer gemütlich gemacht. In den Händen halten sie die aktuelle Ausgabe der "Schweriner Volkszeitung". Die Jugendlichen durchforsten die Zeitung nach spannenden Themen. Es dauert nicht lang, und sie beginnen zu diskutieren.

Das Zeitungsfrühstück am Donnerstag war der Auftakt zu einer neuen Runde "Zeitung in der Schule", kurz "Zisch". Mehr als 300 Schulklassen aus dem Verbreitungsgebiet des medienhaus:nord haben sich zu dem medienpädagogischen Projekt angemeldet. Ein neuer Rekord für die Aktion, die der Verlag für seine Zeitungstitel "Schweriner Volkszeitung", "Norddeutsche Neueste Nachrichten" und "Der Prignitzer" veranstaltet. Die Deutsche Vermögensberatung, E deka Nord und die AOK Nordost unterstützen das Projekt im gesamten Verbreitungsgebiet des medienhaus:nord, in Rostock, Parchim und Lübz sind die jeweiligen Stadtwerke mit dabei, in der Prignitz die Volks- und Raiffeisenbank eG.

Drei Monate lang werden mehr als 6000 Kinder und Jugendliche Zeitung lesen und sich mit den Inhalten beschäftigen. Dafür erhält jeder täglich ein gedrucktes Exemplar sowie einen Zugang zur elektronischen Variante der Zeitung, dem e-paper. So auch die Schüler der Felix-Stillfried-Schule in Stralendorf. Für die Bildungseinrichtung ist es nicht das erste Mal, dass sie an "Zisch" teilnimmt. Vielmehr ist das Projekt in Stralendorf Tradition. "Wir sind immer dabei. Wir führen das Projekt nicht nur in einer bestimmten Klasse durch. Bei uns sind alle Klassen - von der ersten bis zur zwölften - daran beteiligt", berichtete Lehrerin Simone Frahm.

Ziel der Schulleitung: Die Kinder und Jugendlichen sollen das Medium Zeitung kennen lernen und sich damit fächerübergreifend auseinandersetzen. Im Sozialkundeunterricht werden sie unter anderem besprechen, welche Aufgaben Medien in einer demokratischen Gesellschaft erfüllen und welche Rechte und Pflichten sie haben. Die verschiedenen Textsorten einer Zeitung sind Bestandteil des Deutschunterrichts. Dabei werden die Schüler auch lernen, Artikel zu schreiben.

Denn die "Zisch"-Teilnehmer werden die Zeitung nicht nur lesen, sie werden auch selbst Beiträge verfassen. Die Texte erscheinen dann jeden Donnerstag auf einer eigenen Seite in der Zeitung. "Jeder Schüler freut sich, seinen Artikel in der Zeitung wiederzufinden. Und es wird belohnt - mit einer Eins in Deutsch", sagt Lehrerin Frahm.

Doch bevor es ans Schreiben geht, müssen Themen gefunden werden. Das Zeitungsfrühstück war eine gute Gelegenheit dafür. Die 15-jährige Vanessa Handorf und ihre ein Jahr jüngere Freundin Josephine Kalipke wollen gemeinsam einen Artikel über ihren Schulalltag schreiben. Die Leser sollen erfahren, mit welchen Herausforderungen sie als Neuntklässler konfrontiert sind. Lucas Carmuhn ist begeisterter Computerspieler. Daher möchte er in seinem Beitrag sein Lieblingsspiel "guild wars" für Kinder ab zwölf Jahren vorstellen. "Mein Kumpel spielt dieses Spiel schon seit sechs Jahren. Da dachte ich, ich könnte ihn dazu befragen", so der Plan des 15-Jährigen.

Empfehlenswert sind auch die Informations- und Veranstaltungsangebote der "Zisch"-Aktionspartner. Alle halten spannende Th emen für die "Zisch"-Reporter bereit. Natürlich sind auch eigene Ideen möglich. Einen kleinen Überblick, wie vielfältig die Themen sein und wie unterschiedlich sie aufbereitet werden können, gaben die Schüler der zehnten und elften Klassen. Sie hatten vor einem Jahr bei "Zisch" teilgenommen. Nun präsentierten sie ihren Mitschülern ihre selbstverfassten Beiträge und berichteten von ihren Erfahrungen. So erzählte Lisa Maxi Totze (16), wie ihr Versuch, das erste Mal Plätzchen zu backen, zu einem amüsant geschriebenen Artikel führte. Joelin Heilmann (16) stellte ihre sozialkritische Kolumne vor, in der sie Intoleranz und Antisemitismus thematisierte. Zudem hatte sie für die neuen Zisch-Reporter einen guten Rat: "Über Themen, die einen nahe gehen, lässt sich gut schreiben. Das kann ich jedem empfehlen."


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