Interview : Hilfe für Schülerzeitungen

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Nadine Berlenbach von der LiSZ erzählt, welche Angebote es für Schülerreporter im Land gibt. Bei ihr können Schülerzeitungsredaktionen auch Fördermittel beantragen.

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15. Mai 2018, 10:59 Uhr

Die Landesinformationsstelle Schülerzeitung, kurz LiSZ, ist eine Einrichtung beim Landesjugendring MV, die Schülerzeitungen bei Fragen und Problemen unterstützt. Die LiSZ arbeitet in enger Kooperation mit dem Jugendmedienverband MV (JMMV) zusammen. Im Interview mit der Zischredaktion hat uns Nadine Berlenbach von der LiSZ erzählt, welche Angebote es für Schülerzeitungsredaktionen gibt:

Was ist Ziel der LiSZ?
Nadine Berlenbach: Hauptziel der LiSZ ist es, Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen in MV zu stärken als Voraussetzung für demokratische Beteiligung. Journalistisches Arbeiten, wie man es z.B. in einer Schülerzeitung findet, dient als Handwerkzeug dafür.
Was bietet die LiSZ Schülerzeitungsredaktionen?
Die Palette an Angeboten für Schülerzeitungsredaktionen ist sehr vielfältig. Bei individuellen Fragen oder auch Problemen, bietet die LiSZ Hilfe, in dem sie Beratungen vor Ort in den Redaktionen vornimmt. Egal, ob sich eine Redaktion in der Gründungsphase befindet oder schon lange besteht und frischen Input braucht – die LiSZ versucht in allen Phasen so gut wie möglich zu unterstützen. Ein weiterer Baustein ist die Anschubfinanzierung, bei welcher die Redaktionen Fördermittel für technische Ausstattung, Druckkosten, Kosten für Redaktionssitzungen oder -wochenendfahrten etc. beantragen können.

Was hat es mit den Vernetzungstreffen der LiSZ auf sich?
Um die Redaktionen untereinander näherzubringen, sind wir dabei, pro Schulhalbjahr regionale Vernetzungstreffen zu etablieren. Am 5. Juni findet ein Treffen in Rostock, am 7. Juni eines in Schwerin statt.

Ihr organisiert doch auch den ß-kongress, oder? Nach dem erfolgreichen Startschuss im vergangenen Jahr, sind der JMMV und die LiSZ dabei, den ß-kongress (Schülerzeitungskongree) als feste Größe in MV zu etablieren. Am 19. August findet in Rostock die zweite Auflage des Formats statt und bietet verschiedene Workshops, Austauschrunden, Vorträge und vieles mehr rund ums Thema „Medien machen“ an. Mit viel Motivation und Wissen vom Kongress kann dann in die nächste Phase des Schülerzeitungswettbewerbs gestartet werden.

Gibt es weitere Angebote von euch?
Um die Schülerzeitungsredaktionen im Verlauf eines jeden Schuljahrs für ihre „Arbeit“ fit zu machen, wird ein umfangreiches Angebot an Workshops für Schülerzeitungsredakteure geboten. Dabei werden Grundlagen, wie Redaktionsorganisation, Layout, etc. und weiterführende, medienpraktische Themen vermittelt. Aber auch diejenigen, die Schülerzeitungsredaktionen unterstützen (Lehrer, Schulsozialarbeiter, etc. ) bekommen in Form von Seminaren das nötige Handwerkszeug für die Umsetzung ihres Projekts. Wann und wo Workshops stattfinden, erfahrt ihr auf der Webseite der LiSZ und des JMMV.


Sind aus deiner Sicht Schülerzeitungen noch wichtig? Eigentlich erfahren Schüler heute alle Neuigkeiten auch über Social Media, oder?
Auf jeden Fall haben Schülerzeitungen auch heute noch einen Stellenwert – in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen in der Welt m. E. sogar wieder mehr denn je. Klar, können Schüler heute alle Neuigkeiten auch über Social Media erfahren.

Aber wie sieht es mit den Themen aus, die deren unmittelbare Lebenswelt betreffen? Und wie steht es um das Wissen und den Umgang mit Fake News oder Hate Speech? Wenn man Schülerzeitungen und andere Medien macht, lernt man sich mit journalistischem Handwerkszeug, der praktischen und kreativen Anwendung von Medientechnik und sozialen Phänomenen auseinanderzusetzen.

Mehr Infos und Kontaktmöglichkeiten zur LiSZ unter www.ljrmv.de/sz/
 

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