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Schlussakkord für das "Zisch"-Projekt

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erstellt am 08.Feb.2012 | 09:38 Uhr

Schwerin | Donnerstag war "Schule macht Zeitung"-Tag. Dann fanden die mehr als 5000 Teilnehmer unseres medienpädagogischen Projektes die "Zisch"-Seite in den Tageszeitungen, die druckfrisch bei ihnen in der Schule ankamen. Aber auch sonst war die Zeitung Thema in den Schulen: Die Kinder und Jugendlichen benutzten sie als Unterrichtsmaterial, nahmen sie buchstäblich auseinander, beschäftigten sich mit Aufbau, Machart und Aufgaben einer Tageszeitung - und griffen immer wieder selbst zu Stift und Tastatur, um eigene Artikel zu verfassen. 14 Wochen dauerte das Zeitungsprojekt, 14 Seiten mit Texten von "Zisch"-Teilnehmern sind also erschienen - pro Verbreitungsgebiet, denn natürlich gab es in Rostock andere Texte als in Schwerin und in Schwerin andere als in der Prignitz.

Nicht nur in den Grund- und Regionalschulen, Förderschulen, Berufsschulen und Gymnasien wurde die Donnerstagsausgabe jede Woche neugierig erwartet. Auch Zeitungs-Profis schauten ganz genau hin. "Ich freue mich immer auf die Zisch-Seiten, ich bin erstaunt von der Vielfalt der Ideen", sagt Dieter Schulz, Chefredakteur unserer Zeitung.

Kurze Berichte haben die Nachwuchs-Reporter geschrieben, aber auch lange Reportagen. Scharfe Kommentare, aber auch ausgewogene Analysen. Meldungen aus dem Schulleben, aber auch Auseinandersetzungen mit großen Themen abseits des Schulalltags. "Zisch"-Autor Jannis Stöter aus Schwerin beispielsweise setzte sich mit dem Thema Kinderkrippen-Förderungspolitik auseinander, Lara Bögner vom Schulzentrum Stralendorf untersuchte den Ossi-Wessi-Konflikt. Aber natürlich war auch das Fernsehen ein Thema. Ulrike Käcker vom Schweriner Sportgymnasium widmete den Casting-Shows und Reality-Sendungen eine gelungen böse Parodie. Das Interesse der "Schule macht Zeitung"-Autoren ging weit über bunte Themen und Schulinterna hinaus. Das ist auch Chefredakteur Dieter Schulz aufgefallen: "Was mich in diesem Jahr überrascht hat - und mir Mut macht -, ist die Tatsache, dass sich viele Zisch-Schreiber für aktuelle Politik interessiert haben. Ich denke da ganz konkret an die Diskussion um Bundespräsident Christian Wulff". Die Debatte über das Staatsoberhaupt und sein Krisenmanagement in der Affäre um die Gefälligkeiten, die Wulff als niedersächsischer Ministerpräsident erhalten haben soll, inspirierte viele Jugendliche zu einer Stellungnahme - so viele, dass eine ganze "Zisch"-Seite zum Thema Wulff erscheinen konnte.

"Dazu bewegten natürlich wieder die Ereignisse hier vor Ort und die Themen unserer Partner, denen ich an dieser Stelle für Ihr Engagement herzlich danke", sagt Chefredakteur Schulz. Hintergrund: Das Medienprojekt unserer Zeitung wurde neben den Stadtwerken Lübz und Parchim von der Deutschen Vermögensberatung unterstützt. Der große Finanzdienstleister ist auch beim nächsten "Zeitung in der Schule" wieder dabei, als neuer Partner wird Edeka die "Zisch"-Teilnehmer mit Themenvorschlägen, Veranstaltungen und Recherchetipps versorgen.

Tausende Jugendliche, die Zeitung lesen. Viele Jugendliche, die auch für die Zeitung schreiben… Da steht das Fazit fest. Chefredakteur Dieter Schulz bringt es auf den Punkt: "Zeitung ist ein jung gebliebenes Medium und Zeitung in der Schule der beste Beweis dafür."

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