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besondere erfahrung : Zum Auslandspraktikum nach Litauen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vier Wochen arbeiteten die Zisch-Reporter Julius und Ben in einem sozialen Projekt in Litauen

svz.de von
erstellt am 09.Jun.2014 | 22:17 Uhr

Im letzten Jahr bekamen Ben und ich die einmalige Gelegenheit, ein vierwöchiges Auslandspraktikum in Litauen zu absolvieren. Dieses Praktikum sollte dazu dienen, Auslandserfahrungen zu sammeln und neue Leute, neue Kulturkreise zu entdecken. Der Verbund AIDA ( Arbeit und Integration durch Austausch) gab uns durch einen Auslandsaufenthalt sowie ein Praktikum im Ausland die Möglichkeit, unsere Sozialkompetenzen, Lernbereitschaft und Motivation zu steigern. Uns Jugendlichen wird mit diesem Projekt die Chance zu einer enormen und effektiven Weiterentwicklung gegeben. Und von diesem großartigem Erlebnis möchten wir berichten.
Nach sehr vielen Vorbereitungskursen ging es im Juni 2013 endlich mit dem Flieger Richtung Vilnius. In der ersten von insgesamt vier Wochen standen Ankommen und Zurechtfinden auf dem Programm. In dieser ersten Woche wurden uns unsere Praktikumsplätze zugeteilt. Alle standen unter einem sozialen Aspekt, da Litauen ein sehr armes Land ist. Ben und ich hatten Glück und durften zusammen bei der Food Bank, einer Einrichtung wie bei uns der Tafel, arbeiten. Unsere Aufgaben bestanden darin, Lebensmittel von den Supermärkten anzunehmen, zu sortieren und schließlich für verschiedenste Organisationen, die diese Lebensmittel an die Bevölkerung verteilten, zu packen.
Während unseres Aufenthaltes und unserer ehrenamtlichen Arbeit für die litauische Bevölkerung wurde uns sehr stark bewusst, wie gut es uns in Deutschland geht.
In unserer zweiten Arbeitswoche bei der Food Bank, es war Pause und wir ließen es uns in der Sonne gut gehen, ging eine alte, litauische Dame an uns vorbei und lächelte uns freundlich zu. Sie ging weiter und wir machten uns wieder an die Arbeit. Etwa eine Viertelstunde später kam die alte Dame mit einem Lächeln auf uns zu und hatte für jeden von uns einen Riegel und etwas zu trinken dabei. Diese Geste zeigte uns, dass diese Menschen sehr hilfsbereit sind und, auch wenn sie wenig besitzen, sehr viel geben. Es war eine tolle Erfahrung, die wir machen durften.
An dieser Stelle möchten wir allen danken, die dieses Projekt auf die Beine gestellt haben. Es ist eine großartige Sache, die sehr stark zur persönlichen Entwicklung beiträgt. Ein ganz großes Dankeschön geht an unsere Betreuer Christiane, Dirk, Mario und Marcel, die uns immer unterstützt haben.

Julius Kipp und Ben Schaffirus, Klasse 10, Mecklenburgisches Förderzentrum Schwerin

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