Neue Medien : Wenn der Computer zur Sucht wird

Der Spaß am Internet kann sich auch ganz schnell zu einer Sucht ausweiten.
Der Spaß am Internet kann sich auch ganz schnell zu einer Sucht ausweiten.

Manche Kinder und Jugendliche fliehen vor ihren Sorgen in die virtuelle Welt.

svz.de von
16. November 2015, 00:00 Uhr

Internet und Computer sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Selbst die Schule ist ohne Computer nicht mehr denkbar, häufig wird das Internet für Hausaufgaben benötigt. In der Schule lernen wir den richtigen Umgang mit dem Computer sowie die sinnvolle und kontrollierte Nutzung.

Es macht Spaß, am Computer zu spielen oder zu chatten. Wenn man dies in Maßen macht und der Computer nicht wichtiger als alles andere ist, ist die Nutzung nicht schädlich. Wichtig ist, dass man auch andere Hobbys hat, wie Fußballspielen oder sich mit Freunden treffen.

Wer ständig chattet, sinnlos im Internet surft oder pausenlos spielt, ob alleine oder mit anderen Gamern, läuft Gefahr, computersüchtig zu werden. Wenn die Spieler immer weniger soziale oder auch familiäre Kontakte pflegen, flüchten sie in eine virtuelle Welt.

Oft lässt auch die Leistungsfähigkeit in der Schule nach. Viele können sich dann immer weniger konzentrieren, weil sie in Gedanken nur noch bei den Computerspielen sind. Alles dreht sich nur noch um den PC. Es kann sogar zu massiven psychischen Störungen wie Depressionen kommen, die dann ärztlich behandelt werden müssen. Der Körper kann auf Dauer durch das ständige vorgebeugte Sitzen auch geschädigt werden. Ihm fehlt die Bewegung.

Eine Ursache für die Sucht kann ein zu geringes Selbstwertgefühl sein. Kinder oder auch Erwachsene ohne genügend Selbstwertgefühl flüchten sich in die virtuelle Welt, da sie dort zum Beispiel Anerkennung und Lob erfahren. Durch die Ablenkung vergessen sie ihre Sorgen und Probleme. Sie wissen sich nicht anders zu helfen und ziehen sich unbewusst zurück. Wenn ihnen nicht geholfen wird, steigt die Gefahr der immer größer werdenden Abhängigkeit.

Im Internet gibt es verschiedene kleine Tests, mit denen man herausfinden kann, ob man spielsüchtig ist. Eltern, die den Verdacht haben, dass ihr Kind süchtig nach dem Computer ist, können sich nützliche Tipps zum Beispiel auf der Webseite www.klicksafe.de holen. Wenn dies nicht reicht, sollte dringend professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.

Hierüber kann man sich bei verschiedenen Beratungsstellen und Hotlines informieren.

Autor: Nino Holst, Sportgymnasium Schwerin

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