Weniger Ausfallstunden gefordert

<fettakgl>Wenn der Unterricht ausfällt und es keine Vertretung gibt,</fettakgl> werden die Schüler auch mal nach Hause geschickt. Den versäumten Unterrichtsstoff müssen sie dann selbstständig aufholen.<foto>dpa</foto>
Wenn der Unterricht ausfällt und es keine Vertretung gibt, werden die Schüler auch mal nach Hause geschickt. Den versäumten Unterrichtsstoff müssen sie dann selbstständig aufholen.dpa

svz.de von
16. Januar 2013, 06:50 Uhr

STralendorf | Der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, forderte in der SVZ vom 7. Januar, dass die Ausfallstunden in den Schulen minimiert werden sollen.

Da ich selber noch zur Schule gehe, bekomme ich natürlich mit, ob unsere oder andere Klassen Vertretung oder Ausfall haben. In manchen Klassen kommt das ganz schön oft vor. Laut eines Situationsberichts vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur lag der Anteil von Ausfallstunden im Schuljahr 2011/2012 bei 9,7 Prozent.

An unserer Schule haben wir die Wochen in eine A und in eine B Woche eingeteilt. Das bedeutet zum Beispiel, dass man in der A-Woche in der 5. und 6. Stunde Kunst, in der B-Woche jedoch in der 5. und 6. Stunde Physik hat, und so geht es das ganze Schuljahr durch. Durch die Vertretung kann es schon mal vorkommen, dass man bis zu vier Wochen keinen Unterricht in einem Fach hat. Das Gute an Vertretung oder sogar Ausfall: Man hat noch ein bisschen mehr Zeit zum Lernen.

Aber ständiger Ausfall kann immer mehr selbstständiges Lernen durch Nachhilfelehrer nötig machen, zum Beispiel in Fremdsprachen. Zwar hat man mehr Zeit - aber nur dann, wenn man auch nach Hause gehen darf. Allerdings ist es schwer, den Stoff der letzten Unterrichtsstunden aufzuholen, weil man das Fach schließlich schon lange nicht mehr hatte. Hausaufgaben bekommt man auch nicht auf, weil der Lehrer ja nicht da ist. Kommt er wieder, kann es sein, dass der Unterricht stressiger wird. Und wenn man lange keinen Unterricht hatte, kann es auch sein, dass man tagelang nur noch lernen muss, weil man in diesem Fach gute Zensuren benötigt.

Ich denke, dass die Ausfallstunden minimiert werden müssen, weil man die Schüler nicht aus dem Unterrichtszyklus nehmen sollte. Da ja eine gewisse Zeit zwischen den Stunden liegt, vergisst man einen Teil des Stoffes aus den vorherigen Unterrichtsstunden und muss noch einmal den ganzen Hefter durchackern.

Alternativ sollte man einen Lehrer zur Vertretung einsetzen, der dasselbe Fach unterrichtet. Dann kann man auch mit dem normalen Unterrichtsstoff weitermachen.

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