Schon gewusst? : So entsteht ein neues Auto

In der Montagehalle ist am meisten los. Denn hier wird aus den vielen Einzelteilen endlich ein Auto.
In der Montagehalle ist am meisten los. Denn hier wird aus den vielen Einzelteilen endlich ein Auto.

Porsche, BMW, Volkswagen – weltweit bauen über 100 verschiedene Hersteller Autos / Aber wie geht das eigentlich?

svz.de von
08. Mai 2017, 15:31 Uhr

Die Halle ist so riesig, dass man kaum erkennen kann, wo sie aufhört. Überall bewegen sich riesige, gelbe Roboterarme. Sie greifen sich Bauteile, drehen sie hin und her, fügen sie zusammen. Sie schrauben und schweißen und reichen die Teile anderen Robotern. Manchmal sprühen ein paar Funken. Geräusche aber machen die riesigen Roboter kaum. Irgendwie gespenstisch.

Wir befinden uns im Werk eines Autoherstellers in Leipzig. Hier werden aus einer Menge Einzelteile fertige Autos zusammengebaut. Jeder Hersteller baut seine Autos natürlich unterschiedlich zusammen. Drei wichtige Stationen sind aber in allen Auto-Werken mehr oder weniger gleich:

DER KAROSSERIEBAU

Hier werden Teile aus Stahl und Aluminium von computergesteuerten Robotern zu einem Metall-Kleid zusammengefügt. Die Karosserie entsteht. Damit ist der Aufbau eines Autos gemeint.

Nach und nach fügen die Roboterarme die Seitenteile, das Dach, die Heckklappe, die Türen und die Motorhaube zusammen.

DIE LACKIEREREI

Auf einem Fließband wandern die Karosserien zur nächsten Station. In der Lackiererei werden sie zunächst kopfüber in ein Becken mit einer silbrigen Flüssigkeit getaucht. Diese schützt das Auto gegen Rost. Einige Minuten badet jede Karosserie in dieser Suppe. Danach wird sie in einem großen Ofen getrocknet.

Als Nächstes sprühen weitere Roboterarme mehrere Sorten Lack auf. Einerseits zum Schutz. Andererseits natürlich, damit das Auto eine hübsche Farbe bekommt.

Die Roboter arbeiten so fein, dass jede Lack-Schicht am Ende nicht dicker als ein menschliches Haar ist. Zum Schluss müssen Arbeiter kleine Unebenheiten im Lack erkennen und ausbessern.

DIE MONTAGE

Hier sind jede Menge Leute bei der Arbeit. In den Montagehallen bekommen die Karosserien ihr Fahrwerk, ihren Motor und alle Bauteile, die ein Auto so braucht. Von den Scheiben und Lichtern über die Seitenspiegel bis hin zu den vielen Knöpfen und Schaltern im Innenraum.

Erst ganz zum Schluss werden die Räder an das Fahrzeug montiert. Da immer an vielen Wagen gleichzeitig gebastelt wird, verlassen die Autos im Minutentakt das Werk.

Bei einer kurzen Testfahrt auf dem Gelände des Werks prüfen Fachleute anschließend, ob alles in Ordnung ist. Erst danach ist ein Auto wirklich fertig – und kann verkauft werden.

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