Praktikum : Nicht immer kinderleicht

Ein Sozialberuf ist zum Beispiel der des Krankenpflegers.
Ein Sozialberuf ist zum Beispiel der des Krankenpflegers.

Neuntklässler des Gymnasiums in Crivitz nutzten die Chance und absolvierten ein Sozialpraktikum

svz.de von
21. Juni 2016, 15:00 Uhr

Im Frühjahr absolvieren die Neuntklässler vieler Gymnasien ein Sozialpraktikum in Mecklenburg- Vorpommern. Die Ziele eines solchen sind, dass die Schüler Verantwortung übernehmen, neue Erfahrungen sammeln, die Vielfältigkeit der sozialen Berufsfelder kennenlernen und Verständnis für Menschen, die Hilfe oder Pflege benötigen, bekommen.

So viel zur Theorie. Denn leider habe ich das Gefühl, dass es nicht immer seinen eigentlichen Zweck erfüllt. Schon bei der Planung hörte man von einigen Schülern „Ich mach später doch sowieso nichts Soziales“, „…Als wenn ich mit kleinen Kindern arbeiten möchte“ und ähnliches.

Denken die großen Neuntklässler etwa, dass die Erzieher oder Lehrer einen noch kennen, weil man besonders artig war? Oder dass es einfach unkompliziert ist, da die entsprechende Einrichtung sich ja häufig in der Nähe befindet? Es ist ja auch allen klar, dass es kaum eine Herausforderung darstellt die Kinder zu beschäftigen und jeder bereits im Vorhinein weiß, was einen erwartet. Das klingt doch wirklich bequem im Gegensatz zu der Vorstellung, sich viele Gedanken zu machen, zu recherchieren, dann mit einer neuen Situation konfrontiert zu werden und zum Schluss vielleicht sogar seine Meinung über soziale Berufe zu überdenken.

Hiermit möchte ich alle, die ihr Sozialpraktikum noch vor sich haben, dazu auffordern, sich eine Herausforderung zu suchen, etwas Neues auszuprobieren, ernsthaft über seine Qualifikationen nachzudenken und Erfahrungen, egal ob negativ oder positiv, zu sammeln, anstatt diese Chance ungenutzt zu lassen. Der einfachste Weg ist nämlich nicht immer auch der beste.

Maxi Franziska Leu

Klasse 9c

Gymnasium Crivitz

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