Frankreich : Laura und Pénélope im Austausch

Laura mit Austauschschülerin Pénélope am Strand in Deutschland. Die Schülerin hat ihre Heimatregion Poitou-Charentes im Westen Frankreichs für drei Monate verlassen, um bei Laura und ihrer Familie in Mecklenburg-Vorpommern zu leben.
Laura mit Austauschschülerin Pénélope am Strand in Deutschland. Die Schülerin hat ihre Heimatregion Poitou-Charentes im Westen Frankreichs für drei Monate verlassen, um bei Laura und ihrer Familie in Mecklenburg-Vorpommern zu leben.

Die beiden Schülerinnen nehmen am Programm „Brigitte Sauzay“ teil und lernen die Heimat der anderen kennen.

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06. Juni 2015, 11:18 Uhr

Stellt euch vor, ihr seid kurz davor, zum ersten Mal in eurem Leben ohne Familie ins Ausland zu fahren – und das für ganze drei Monate! So ging es Pénélope und 60 anderen französischen Schülern. Sie sind nämlich Teil des Austauschprogramms „Brigitte Sauzay“. Dieses Programm ermöglicht jungen Leuten aus Mecklenburg-Vorpommern die französische Region Poitou-Charentes kennenzulernen. Und andersherum können auch französische Schüler unsere Heimat erkunden. Ein Erfahrungsbericht:

Am Morgen des 14. März dieses Jahres kann Pénélope entspannt ausschlafen. Erst gegen elf Uhr muss sie aus ihrem warmen Bett aufstehen. Nach einem letzten französischen Frühstück geht es mit dem Auto los in die Hauptstadt der Region: Poitiers. Von dort aus soll die lange Reise gemeinsam mit der Reisegruppe beginnen.

Am Bahnhof angekommen, geht Pénélope sofort zu ihren Schulfreunden, die ebenfalls am Programm teilnehmen. Ganz aufgeregt stehen sie beieinander, können die Ankunft des Zuges, der sie nach Paris bringen soll, kaum erwarten.

Nach einem schweren Abschied von Familie und Freunden, die leider nicht mitkommen, steigen 60 aufgeregte Schüler mit ihren Reisebegleitern in den Zug. Drei Stunden später erreicht die Reisegruppe ihr erstes Etappenziel Paris. Auf dem Weg zum Flughafen wird ein kurzer Halt gemacht, wo alle eine letzte Mahlzeit vor dem Flug bekommen. Dann geht es auch schon an den Check-In-Schalter. Die Zeit des Wartens auf den Flug um 20.30 Uhr scheint wegen der Nervosität und auch ein wenig Angst unerträglich.

Währenddessen haben sich auf der deutschen Seite schon Austauschschüler und Eltern auf den Weg nach Berlin-Tegel gemacht. Dort wartet eine der Organisatorinnen des Programms, Gisi Vannahme, auf alle. Zu dieser Zeit sitzen die jungen Franzosen bereits neben zugeteilten Sitzpartnern. Zugeteilt wurde nach Alphabet. Pénélope sitzt somit neben einem Mädchen namens Salomé, welches den gleichen Nachnamen hat wie sie. Im Flugzeug ist es laut, die jungen Leute sind nervös. Um 21.45 Uhr landet das Flugzeug planmäßig in Tegel, wo sich bereits die zugeteilten Austauschschüler mit ihren Familien versammelt haben und große Namensschilder hochhalten. Der Lautstärkepegel, die erhobenen Schilder, die gesamte Situation erinnert an eine Demonstration. Gegen 22 Uhr treffen die ersten Franzosen ein. Um 22.05 Uhr findet auch Pénélope ihre Austauschschülerin.

Verängstigt, aber auch gespannt geht sie auf das fremde Mädchen zu. Nach einer kurzen Umarmung und einem scheuen „Hallo“ geht es schon los mit dem Auto in Richtung Schwerin. Damit startet die neue, dreimonatige Erfahrung.

Laura Tessmann/ Pénélope Bonnet

, Klasse 9aG, GSZ Stralendorf

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