"Ich liebe es, Witze zu reißen"

<strong>Kommt im März</strong> in die Landeshauptstadt: Comedian Bülent Ceylan. <foto>pt</foto>
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Kommt im März in die Landeshauptstadt: Comedian Bülent Ceylan. pt

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10. Januar 2013, 10:15 Uhr

Schwerin | Bülent Ceylan ist wieder auf Tournee. Mit seinem Programm "Wilde Kreatürken" kommt er im März nach Schwerin und Rostock. "Schule macht Zeitung"-Reporter haben dem Comedian einige Fragen gestellt.

Erste Frage, na klar: Wie er darauf gekommen ist, Komiker zu werden. Das sei nicht einfach gewesen, sagt Ceylan: " Ich habe Menschen früher gern zum Lachen gebracht und meine Mutter, wenn sie traurig war. In der Schule war ich ruhig und zurückhaltend." Schon während seiner Abiturzeit habe er dann eigene Charaktere und Geschichten entwickelt.

Auf die Frage, was er gemacht hätte, wenn er nicht Komiker geworden wäre, sagte Ceylan, er wäre wieder Komiker geworden - und lacht. "Ich liebe es, Witze zu reißen, Komiker zu sein - und ich habe keine Ahnung, was ich sonst gemacht hätte."

Trotz mehr als zehn Jahren im Geschäft: Lampenfieber hat Bülent Ceylan immer noch vor einem Auftritt. "Meistens. Aber das ist nicht mehr so schlimm." Und zum Schluss würde er sich am liebsten tausendmal beim Publikum bedanken.

Und wie kommt er auf die Ideen für seine Witze? Durch genaues Beobachten, die Ideen liefere der Alltag, erklärt Bülent Ceylan, da er es lustig finde, was auf der Straße passiert. Sein aktuelles Programm ändert sich dadurch ständig, von Auftritt zu Auftritt. Wie z. B. in Berlin und Mannheim, dort habe er gerufen: "Hier kommt Manfred!" Die Berliner schrien daraufhin: "Wenn er kommt, dann kommt er!" Aber die Mannheimer sagten: "Dann rennen wir alle weg!" Daran bemerke er, so Ceylan, dass jede Stadt und jedes Publikum anders ist. Er möchte ein Teil der Stadt werden. Bei seinen Auftritten ist Bülent das Publikum wichtiger als das Geld.

Comedians gibt es viele, die Branche boomt immer noch. Gibt es Konkurrenz? Er sei anderen Komikern gegenüber neutral, sagt Ceylan, weil er wisse, "dass Eifersucht und Neid keinen weiterbringen". Mit einigen Kollegen wie beispielsweise Sascha Grammel und Kaja Yanar verstehe er sich sogar sehr gut.

Natürlich darf eine Frage nicht fehlen: Was würde er jemandem raten, der auch gerne Komiker werden möchte? Man dürfe nicht schüchtern sein und müsse Hartnäckigkeit haben, sagt Bülent Ceylan: "Ich würde sagen, dass man Spaß auf der Bühne haben sollte, denn ohne Spaß auf der Bühne ist es schlecht. Man sollte dran glauben und nicht aufgeben."

Denn die Bühne - das ist etwas ganz Besonderes. Er selbst, erzählt Ceylan, erinnert sich immer noch an das Gefühl, als er in Frankfurt vor 32 000 Zuschauern auftrat."So was kann man nur schwer toppen." Aber es schlauche auch. Er gibt nach seiner Show meist noch Autogrammstunden, die ungefähr ein bis zwei Stunden dauern. Er habe dann am nächsten Tag kaum noch Energie, aber davon dürfe man sich nicht unterkriegen lassen, sondern müsse einfach den nächsten Auftritt vorbereiten. Zum Beispiel in Schwerin: Bülent Ceylan freut sich schon, wieder in die Landeshauptstadt zu kommen. Und natürlich findet er, wie wohl jeder Schwerin-Besucher, das Schloss toll.

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