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Projekttag : Exkursion in den Regenwald

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bananenstauden, Palmen und Schmetterlinge: Schüler aus Parchim, Lübz und Marnitz besuchten die Biosphäre Potsdam

svz.de von
erstellt am 03.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Fast noch bei Sonnenaufgang haben sich 38 Schüler und ihre Betreuer Ende Mai auf den Weg in die Biosphäre Potsdam gemacht, um 20  000 Pflanzen, das Klima des besonderen Biotops und viele Tiere in ihm kennenzulernen.

Eigentlich war es ja ein Ferientag eines verlängerten Wochenendes und der lud zum Ausschlafen ein. Aber der Einladung der Parchimer Nachwuchsakademie (PaNak) konnten wir Schüler verschiedener Parchimer Schulen und der Regionalschulen in Lübz und Marnitz nicht widerstehen. Schon sehr gespannt, wie man einen Ausschnitt des Regenwaldes in Potsdam gestaltet, so dass es den Anschein hat, als wäre man mittendrin, erreichten wir dank unseres Busfahrers pünktlich das Reiseziel. Drei kompetente Guides in einer sehr großen Tropenhalle erwarteten uns. Schnell teilten wir uns in drei Gruppen ein und los gingen die circa 1,5 Stunden währenden Führungen.

Bananenstauden, Palmen, Bromelien, Hibiskuspflanzen und Bambus säumten unseren Weg. Viele Pflanzen wie Ingwer, Kaffee, Kakao kannte man dem Namen nach, aber in der Größe hatten wir sie noch nicht gesehen. Orchideen und Goldähre blühten um die Wette. Im Dschungel hatte man zeitweilig auch das Gefühl in einer Sauna zu sein. War es an diesem Maitag mit 25 Grad Celsius draußen schon vormittags warm, schwitzten wir beim Rundgang bei gefühlten 35 Grad. Den Schmetterlingen, Leguanen, Agamen, Kornnattern, Geckos, Gespenstschrecken und vielen Tieren war es gerade recht. Denn dieses Klima ist das ihres natürlichen Lebensraumes und der ist extrem bedroht weltweit. So erfuhren wir, welche Rohstoffe als Nahrung oder Medizin aus dem Regenwald dem Menschen dienlich sind. Geruchsproben und kleine Rateaufgaben luden ein, Wissen zu erneuern, anzuwenden oder zu erwerben. Na, und wer wusste schon, dass man erst die Blausäure aus der Maniokwurzel waschen muss, bevor man sie gerieben brät oder zu Fladen verarbeiten kann. Eine Stabschrecke auf dem Arm oder Kopf balancieren zu lassen oder einen tropischen Himmelsfalter oder Bananenfalter zwei Zentimeter vor der Nasenspitze zu haben, waren für uns besondere Momente, die unvergesslich sein werden. Die Biosphäre- ein besonderer Lernort, der unbedingt erhalten werden muss, wie wir mit Nachdruck feststellen, dient nicht nur zum Erwerb von Wissen über die Tropen und Subtropen, sondern es gibt dort auch viel zu erfahren über den angrenzenden Lebensraum Wasser und die Gefahren, die von der Umweltverschmutzung durch den Menschen und der Klimaerwärmung ausgehen.

Zum Schluss reisten wir per Simulationsflug nach Malaysia. Dann posierten wir noch für ein Gruppenfoto und ließen uns von der PaNak zu einem leckeren Mittagsmahl einladen. Da wir schon mal in der Stadt weilten, in der Friedrich der Zweite seine Sommerresidenz Schloss Sanssouci erbauen ließ, lud uns Herr Prof. Dr. Klausch überraschend noch zu einem Abstecher in den Park und zum Schloss ein.

Draußen herrschten jetzt schon ähnliche Temperaturen wie in der Biosphäre. Aber das Schloss, das Teehäuschen und Friedrichs Grab, geschmückt mit Kartoffeln, haben wir uns dann doch angesehen. Springbrunnen und Badewannen luden unter riesigen Bäumen zum Abkühlen ein. Manch einer wäre gern noch geblieben, um wie Florian Rogmann – einer der jüngsten Teilnehmer – seinen besonders großen Wissensdurst zu stillen, aber um 15 Uhr ging es heimwärts nach Parchim.

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