zur Navigation springen

Internetgebrauch : Durchgehend online – ist das normal?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Achtklässlerin Kim Krüger aus Gadebusch setzt sich kritisch mit dem ständigen Internetgebrauch von Jugendlichen auseinander

Typische Gedanken einer 13- Jährigen: Ich liege in meinem Bett. Mittlerweile ist es 22.30 Uhr. Mich plagen Kopfschmerzen und ich bin müde. Plötzlich vibriert das Smartphone. Aus Reflex nehme ich es und überprüfe Facebook, Youtube oder Whatsapp. Die Kopfschmerzen werden stärker doch ein innerer Drang hält mich davon zurück, schlafen zu gehen. In solchen Situationen frage ich mich ob das, was ich hier tue, mittlerweile normal oder doch schon krank ist.

Eine Studie von Prof. Michael Hulme aus dem Jahr 2005 bestätigt meine Bedenken. Hier gaben 26 Prozent der Befragten an, nicht ohne Handy leben zu können. Diese Personen zeigten deutliche Merkmale des Mobile and Internet Dependency Syndrome (MAIDS). Unter MAIDS versteht man den zwanghaften Drang, mit einer Person via Handy zu kommunizieren. Einer der Symptome ist zum Beispiel das Gefühl der leere und Einsamkeit.


Die Angst, ein Gespräch zu versäumen


„Die Angst, ein Gespräch zu versäumen, steht dabei im Vordergrund. Ein versäumtes Gespräch bedeutet, vom sozialen Netzwerk abgeschnitten zu werden. Handysüchtige Personen haben ebenfalls große Ängste, empfangene SMS nicht rechtzeitig zu erkennen“. So äußerte sich Professor Hulme über das Ergebnis der Studie.

Auch bei Tablet, PC und Laptop besteht eine Suchtgefahr. Da diese aber meistens nicht an das mobile Netz angeschlossen sind, hält sich jene in Grenzen. Dort lauert aber eine andere Gefahr, welche durch Computerspiele wie Call of Duty, World of Warcraft, Battlefield etc. hervorgerufen werden. Da die Bedienung von PCs und Laptops aufgrund von viel besseren Eingabemöglichkeiten, heute deutlich einfacher ist, ist hier die allgemeine Internetabhängigkeit, genau so hoch wie bei Smartphones. Internetabhängigkeit äußert sich durch Symptome wie Schlaf- und Essstörungen, Angstzustände oder Augenzuckungen.

Eine andere Studie des Fachverbandes Medienabhängigkeit zeigt Symptome der Internetkrankheit auf: Ständige gedankliche Beschäftigung mit dem Internet, zwangsläufige Ausdehnung der im Internet verbrachten Zeiträume oder erfolglose Versuche, den Internetgebrauch zu kontrollieren, einzuschränken oder zu stoppen, sind einige davon.


Bei Internetsucht, Hilfe suchen


Wer aus diesem Teufelskreis ausbrechen möchte, kann sich Hilfe suchen. Es gibt mittlerweile Wege, wie man diese Krankheiten therapieren und heilen kann. Ganz in der Nähe befindet sich die AHG Klinik Schweriner See, eine Klinik für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Suchtmedizin. Sie nimmt Personen auf, die zum Beispiel süchtig nach Computerspielen oder dem Internet sind. Diese Klinik behandelt jährlich über 600 Patienten mit Internetsucht durch sportliche und mentale Therapie. Auch in Oberbayern und Belgien existieren solche Entzugskliniken.


Gebrauch von Smartphone und Tablet kontrollieren


Mein Fazit ist, dass man sein Smartphone und Tablet und kontrollieren muss. Das Internet kann wirklich sehr nützlich sein, doch man sollte es wirklich nicht übertreiben. Ohne das Internet ist es uns heutzutage kaum möglich, unseren Alltag zu gestalten. Gerade als Schüler hat man es ohne nicht leicht. Hausaufgaben kann man oft nicht mehr ohne das Internet bewältigen. Die ständige Erreichbarkeit in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Whatsapp , ist für einen Schüler heutzutage Pflicht. Das ruft einen hohen sozialen Druck hervor. Wichtig ist, dass man sich von so etwas nicht unter Druck setzten lässt und auch öfters das Smartphone ausschalten und sich entspannen sollte. Ich jedenfalls habe mich entschieden, mein Smartphone abends abzuschalten, um dem Versuch zu widerstehen.



zur Startseite

von
erstellt am 10.Jan.2014 | 14:37 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen