zur Navigation springen

Umweltschutz : Der Mensch als fette Riesenbiene?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In ihrer Glosse stellt Antonia Wild sich vor, was passiert, wenn das Bienensterben weitergeht

Menschen machen echt alles kaputt! Jetzt müssen sogar die kleinen Bienen darunter leiden – sie wollen doch eigentlich nur ganz gechillt ihre Pflanzen bestäuben und dann ihren Bestäuberfreunden mit einem preisfähigen Tanz Bescheid sagen, damit diese gleich nachkommen können und auch was von der Party haben. Ich meine, wer hat denn was gegen ein schönes Festessen und einen kleinen flotten Tanz danach? Eigentlich super, aber jetzt soll Schluss sein. Durch die Pestizide und Varroamilben werden Bienen mehr und mehr aussterben. 25 Prozent der Bienen wurden bereits umgebracht – und das alles nur, damit wir unser Gemüse und Obst haben.

Wenn wir Menschen diesen extrem anstrengenden Job machen müssten, wären wir nach dem ersten Tag schon tot. Wie sähe das denn bitte aus, wenn wir das machen würden, so ein Riesenwattebausch mit zarten Flügeln als Ganzkörperanzug. Dazu noch feine Füller und so ne‘ dumme Brille, die so groß und rund wie ein ganzes Gesicht ist... super!

Aber was man auf keinen Fall vergessen darf, ist der riesenlange Stachel auf unserem wuschigen Körper, schon fast trendfähig bei dem, was zurzeit über den Laufsteg läuft. Die Modemacher werden sich freuen, gelb und schwarz als Trendfarbe, was immer geht und noch dazu praktisch für den Alltag ist. Außerdem gibt es die Natur des Menschen als Arbeitsbiene ganz klasse wieder. Bedeutet, der Mensch hat das wieder, was er will: mehr Arbeit für alle und neue flauschige Trends. Also, Arbeitslosenquoten sinken, toll!

Die Frage ist nur, ob wir nicht etwas zu, naja nicht dumm, sondern wie meine Mutter sagen würde, tollpatschig sind, um das auf die Reihe zu bekommen. Man muss sich vorstellen: wir als fette Riesenbiene, Bäume hochklettern, anschließend hoffen, dass wir nicht runterfallen und wenn bis dahin nicht alle schon runtergefallen sind, muss man noch elegant für die schönen Instagrambilder posieren: den Hintern in die Luft zu den Blüten an den Bäumen rausstrecken und Stachel hübsch in die Blüte drapieren, dann bestäuben und Pic schießen. Naja, vom Runterkommen wollen wir jetzt mal nicht reden und dann stellt euch mal Hunderttausende davon vor – toll, ne‘?!

Ich bezweifle zwar, dass das überhaupt wer schafft, aber gut, wenn wir es so wollen, bekommen wir es auch. Also, entweder ihr fangt an, sie zu retten oder ihr schreibt schon mal Bewerbungen und warnt alle vor – vor einer Invasion von riesengroßen Menschenbienen.

Antonia Wild, Klasse 8, Niels-Stensen-Schule, Schwerin

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen