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Weltfußballer des Jahres : An Ronaldo und Messi gescheitert

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Manuel Neuer gewann Meisterschaft, DFB-Pokal und die WM – trotzdem reichte es nicht zum Weltfußballer des Jahres

von
erstellt am 19.Jan.2015 | 09:50 Uhr

Am 12. Januar war es einmal wieder soweit. Viele Fußballverrückte und Interessierte versammelten sich vor den Fernsehern, um sich das Live-Spektakel der Wahl zum Weltfußballer des Jahres anzusehen. Zahllose Menschen fieberten mit und drückten ihrem Idol und Favoriten die Daumen. Zur Auswahl standen in diesem Jahr wieder Lionel Messi, der derzeit beim Zweitplatzierten der spanischen Liga, dem FC Barcelona, unter Vertrag steht, und der Portugiese Christano Ronaldo, der momentan für Real Madrid seine Tore erzielt. Erstmalig nominiert war der Torwart des FC Bayern München, Manuel Neuer.

Etliche Experten spekulierten dabei auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Madrilenen und dem Nationaltorhüter Deutschlands. Am Ende der Veranstaltung hielt Ronaldo die Trophäe, den Ballon d’Or, in den Händen. Neuer belegte zwar sehr knapp, aber doch lediglich den dritten Platz und musste sich damit ebenfalls Messi geschlagen geben.

Der Münchner Torhüter gab sich nach der Bekanntgabe bescheiden und war scheinbar zufrieden, überhaupt für diese Auszeichnung nominiert worden zu sein. Andere waren schockiert über das Ergebnis des Abends. Sicherlich auch, weil Ronaldo in seiner oft selbstherrlichen Art seine Dankesrede mit einem unübersetzbaren Laut beendete.


2014 war das Jahr von Manuel Neuer


Viele waren davon überzeugt, dass dieser Preis „Weltfußballer 2014“ dieses Jahr wieder ein Deutscher in den Händen halten würde. Bisher hat das 1991 nur Lothar Matthäus geschafft. Und diese Überzeugung kam nicht einfach so zu Stande.

Das Jahr 2014 war das Jahr von Manuel Neuer. Er gewann die Meisterschaft und den DFB-Pokal mit dem FC Bayern München und ein paar Monate später die Weltmeisterschaft. An allen Titeln war er maßgeblich beteiligt. In jedem Spiel zeigte Neuer seine Leistungen und musste aufgrund seiner Fähigkeiten als Torwart nur selten hinter sich und die Torlinie greifen. Er hat den Libero neu belebt und hat gerade bei der Weltmeisterschaft gezeigt, dass es auch außerhalb des Elfmeter-Schießens viel Freude bereiten kann, einem Torwart beim Spiel zuzuschauen.

Somit sind auch einige kritische Aussagen nach dem 12. Januar berechtigt, wie zum Beispiel die eines Fans, der sich so äußerte: „Was soll er denn noch alles machen?“

Die Entscheidung zeigt aber ebenso ganz deutlich das Problem, wie schwer es ist, Feldfußballer mit dem Torwart zu vergleichen. Die FIFA sollte vielleicht überlegen, zwei weitere Kategorien zu schaffen: Welttorhüter und Welttorhüterin. Der einzige Trost, der uns vorerst bleibt, ist, dass Manuel Neuer es als erster Torwart geschafft hat, zum Weltfußballer nominiert zu werden.


Von Ole Baerwinkel & Valentin Rode

 

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