Schüleraustausch : Von Perleberg nach Iowa

Deutsche Einwanderer brachten das Oktoberfest nach Amerika.
Deutsche Einwanderer brachten das Oktoberfest nach Amerika.

Für elf Schüler und zwei Lehrerinnen des Gottfried-Arnold-Gymnasiums ging es nach Amerika

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01. April 2019, 16:05 Uhr

Für eine Reise nach Amerika steht man auch mal früh auf. Für uns, elf Schüler und zwei Lehrerinnen des Gottfried-Arnold Gymnasiums Perleberg, ging es um vier Uhr nach Berlin zum Flughafen, um die Reise nach Iowa anzutreten. Nach 24 Stunden landeten wir in Cedar Rapids. Trotz Reisekrankheit und Erschöpfung waren wir voller Vorfreude, endlich unsere Gastfamilien, mit denen wir schon seit langer Zeit in Kontakt standen, kennenzulernen. Bereits am Flughafen wurde deutlich, dass sich auch die Amerikaner auf uns freuten, denn sie empfingen uns mit selbst gestalteten Plakaten.

Amerikanisches Oktoberfest

Das Wochenende verbrachten wir in den Gastfamilien, um sie besser kennenzulernen und uns an das amerikanische Englisch zu gewöhnen. Uns wurde die Nachbarschaft und das amerikanische Oktoberfest gezeigt, wo wir auf unsere Freunde trafen. In Iowa feiern die Einwohner ebenfalls das Oktoberfest, da die Vorfahren deutsche Einwanderer waren und sie diesen Brauch mit nach Amerika gebracht haben.

Überrascht: Amerikanische Schüler arbeiten mit Laptops

Montag ging es dann für uns in die Schule, wo wir zunächst ein gemeinsames Frühstück hatten, bei dem sowohl wir Deutschen, als auch die Amerikaner und unsere Lehrer anwesend waren. Dort gab es Donuts, Orangensaft, Muffins und typische amerikanische Süßigkeiten. Danach gingen wir mit unseren Gastgeschwistern zum Unterricht. Spannende Fächer wie zum Beispiel Personal Finance, Engineering und Advanced PE (Gewichte heben) stehen hier auf dem Stundenplan. Überrascht waren wir zudem auch davon, dass die Schüler hier mit ChromeBooks - Laptops, die sie von der Schule bekommen - arbeiten. Damit bringen sie sich alles selbst bei und der Lehrer ist nur da, um auf die individuellen Fragen der einzelnen Schüler einzugehen.

Ebenfalls beeindruckt waren wir von der Größe der Schule, denn sie war viel größer als erwartet. Jeder Lehrer hat seinen eigenen Klassenraum, den er individuell einrichten kann.

Amish People, Universität und Stadion

Während unseres Aufenthalts in Iowa waren wir nicht nur in der Schule, sondern haben uns zum Beispiel auch Kalona angesehen, dort leben Amish People. Das ist eine Glaubensgemeinschaft, die ohne jeglichen Strom und andere Elektronik auskommt. Einige besuchten die University of Iowa und das Kinnick Stadium, das Stadion der Mannschaft der Universität von Iowa, in dem die Hawkeyes spielen.

Auch am Wochenende trafen wir uns, machten ein Lagefeuer, gingen ins Gruselhaus und waren Rollerskaten. An einem Tag fuhren wir mit einem typisch amerikanischen Schulbus nach Des Moines, besuchten dort das alte Capitol und gingen in eine große Shoppingmall, worauf sich sogar die Jungs insgeheim freuten.

Das Land von einer anderen Seite kennengelernt

Das Wochenende, bevor wir abreisten, verbrachten wir mit unseren Gastfamilien, die uns eine möglichst schöne Zeit bereitet haben: So fuhr eine Familie zur Mall of America, eine andere in einen Abenteuerpark und wieder eine andere zum „family weekend” an die Uni.

Zusammenfassend hatten wir einen sehr schönen Aufenthalt in Amerika und wir haben das Land von einer anderen Seite, als der, die in Filmen vorgestellt wird, kennengelernt.

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