World Wide Web : Gefahren im Internet

Immer wieder werden Kinder und Jugendliche Opfer von Cybermobbing.
Immer wieder werden Kinder und Jugendliche Opfer von Cybermobbing.

Soziale Netzwerke und Chats: Jugendliche sind viel im World Wide Web unterwegs – doch können sie mögliche Bedrohungen richtig einschätzen?

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26. Juni 2017, 08:00 Uhr

Viele Eltern haben heutzutage ein ungutes Gefühl, wenn ihre Kinder ihre Freizeit am Computer oder am Handy verbringen und ständig im Internet unterwegs sind. Für die Jugendlichen sind Whatsapp, Instagram, Snapchat und Facebook lebensnotwendig und ein Leben ohne Internet ist für sie unvorstellbar. Im Internet lauern aber auch viele versteckte Gefahren, welche Jugendliche oftmals nicht wahrnehmen und schon gar nicht richtig einschätzen können.

Gerade beim Chatten kennen sie oftmals ihren Chatpartner nicht persönlich und bei anonymen Chats können die angegebenen Profile ein Fake sein. Hinter dem Profil eines Jugendlichen kann sich auch ein Erwachsener verbergen, welchem man viel zu viel über sich selbst verrät und sich damit in Gefahr begeben könnte.

Ein weiteres großes Thema ist das Internetmobbing. Allen Usern ist der Satz „Das Internet vergisst nie" geläufig. Fast jeder deutsche Jugendliche wurde schon einmal im Internet beleidigt oder persönlich angegriffen. Beim Mobbing im Internet werden die betroffenen Personen via E-Mail, in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Twitter oder Whatsapp regelrecht schikaniert. Beleidigungen, Beschimpfungen, Verleumdungen oder Gerüchte stehen ganz oben auf der Mobbing-Liste. Nicht selten werden auch peinliche bzw. sehr private Fotos online gestellt, ohne sich vorher das Einverständnis einzuholen, nur um die betroffenen Personen bloß zu stellen und lächerlich zu machen.

Viele Jugendlichen empfinden die Schikanen über die sozialen Netzwerke wesentlich schlimmer, verletzender und nachhaltiger als Mobbing im realen Leben. Im normalen Leben hat man die Chance seinem Gegenüber die Stirn zu bieten, sich zu verteidigen und sich konkret Hilfe zu suchen. Im Netz geschieht vieles anonym oder aber es läuft wie ein Schneeballprinzip ab. Viele Leute, ob nun Bekannte oder Unbekannte, bilden sich eine Meinung und teilen einem diese mit, ob man es möchte oder nicht. Streitigkeiten, Beleidigungen, peinliche Kommentare oder Bilder können von vielen Menschen gesehen und kommentiert werden. Fast 50 Prozent aller Mobbingopfer leiden sehr stark unter diesen Vorfällen. Sie ziehen sich aus Scham zurück, kämpfen oft mit einem schlechterem Selbstbild und einem mangelnden Selbstbewusstsein. Gerade beim Mobbing, welches auf das Aussehen abzielt, sind die Betroffenen sehr oft Jugendliche, die mit solchen Anfeindungen kaum oder sehr schlecht zurechtkommen. Sie ziehen sich nicht selten komplett zurück, vermeiden soziale Kontakte, vertrauen sich aus Schamgefühl niemanden an und suchen für sich oft falsche Wege, um mit all dem fertig zu werden. 27 Prozent der befragten Jugendlichen gaben an, ihren Ärger und ihre Wut an anderen auszulassen. Auch Selbstverletzungen stehen ganz oben an. Die betroffenen Personen leiden sehr oft unter Hilflosigkeit, Wut und auch unter Depressionen, welche von den Attacken im Internet ausgelöst werden. Gerade Jugendliche fühlen sich allein gelassen und hegen Suizidgedanken. In der jüngsten Vergangenheit ist es bereits zu mehreren Suiziden gekommen, deren Auslöser Cybermobbing war.

Es ist aus diesem Grund wichtig, dass Eltern immer ein Auge auf ihre Kinder haben. Sie sollten Gesprächsangebote unterbreiten, wenn sie Veränderungen an ihrem Kind bemerken. Eltern sollten ihre Kinder ernst nehmen und Interesse zeigen, auch wenn ihnen ihre Probleme vielleicht unwichtig erscheinen.

Von:

Jale Linea Gröning,

Lena Rieckhof,

Klasse 8.2,

Gottfried-Arnold-Gymnasium,

Perleberg

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