Abhängigkeiten : Die Stärke der Sucht

Viele Jugendliche können nur schwer auf ihr Smartphone verzichten. Wer mehr als 60 Mal am Tag sein Handy benutzt, könnte bereits abhängig sein.
Viele Jugendliche können nur schwer auf ihr Smartphone verzichten. Wer mehr als 60 Mal am Tag sein Handy benutzt, könnte bereits abhängig sein.

Es gibt viele verschiedene Abhängigkeiten: Elisa, Yen und Paula haben sich einmal näher mit diesem Thema beschäftigt

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06. November 2017, 00:00 Uhr

Es gibt viele verschiedene Arten der Abhängigkeit. Unter anderem spielen Drogen, Smartphones, Alkohol, Zigaretten und andere Suchtmittel bei diesem Thema eine Rolle.

Bei der Drogenabhängigkeit handelt es sich um einen Substanzmissbrauch. Dopamin, Adrenalin und Endorphin werden bei der Einnahme ausgeschüttet. Da diese Hormone mit dem Belohnungssystem unseres Gehirns verbunden sind, wird die Droge als Belohnung abgespeichert. Hört das Konsumieren dieses Stoffes auf, so treten Depressionen, Dränge nach erneuter Drogeneinnahme, Übelkeit, Angstzustände und andere Reaktionen als Entzugssymptome auf. Einige dieser Entzugssymptome können auch bei der Handysucht auftreten. Bereits der Klingelton einer neuen SMS oder von einem Anruf sorgt bei einem Betroffenen für einen erhöhten Adrenalinausstoß.

Die Zahl der Handysüchtigen beträgt laut der Webseite nen www.hypnobeep.com weltweit 176 Millionen Menschen. Im Jahre 2013 wurde die Zahl der Abhängigen noch auf rund 79 Millionen geschätzt. Überwiegend betrifft diese Sucht Personen mittleren Alters, Studenten und Jugendliche. Als handysüchtig gilt die Nutzung des Handys über 60 Mal am Tag. Die physische und psychische Gesundheit des Süchtigen ist betroffen.

Bei Alkoholismus liegt eine psychische sowie eine körperliche Abhängigkeit vor. Das dauerhafte Stoppen seines übermäßigen Alkoholkonsums ist für den Alkoholiker nur schwer zu erreichen. Wenn deutlich mehr Alkohol getrunken wird als empfohlen, liegt ein Missbrauch vor. Der Alkoholmissbrauch ist die Vorstufe des Alkoholismus. Der Übergang ist kaum bemerkbar. Bei der Alkoholabhängigkeit steht das Trinken von Alkohol deutlich im Vordergrund, wodurch andere Interessen vernachlässigt werden.

Beim Rauchen kommt es ebenfalls zu psychischen und körperlichen Auswirkungen. Die Abhängigkeit wird durch Nikotin verursacht. Gelangt es ins Gehirn, so wird wie bei der Drogensucht das Dopamin ausgeschüttet, welches dem Körper Glück und Lust signalisiert. Der Körper gewöhnt sich schnell an den Wirkstoff Nikotin und das Verlangen danach nimmt zu, da der Betroffene nun das Rauchen mit Glück verbindet. Damit keine Entzugssymptome entstehen, wird mit der Zeit mehr von dem Wirkstoff benötigt.

Als Betroffener solcher Abhängigkeiten sollte man sich professionelle Hilfe holen oder wenn man nicht betroffen ist, darauf achten, sich nicht in diesen Zustand zu bringen.

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